Der Mobile World Congress 2012 in Barcelona steht unmittelbar vor der Tür und jede Menge Highend-Smartphones werden im Glitzerlicht der Messe präsentiert werden. Dabei gehen die Geräte für die Masse beinahe unter, und selbst da wird mittlerweile fast durchweg auf Smartphone-Technologie gesetzt. Zumindest fast. Denn mit dem Samsung Brightside kommt in Kürze ein Mobiltelefon auf den Markt, das auf sämtlichen Schnickschnack verzichtet und sich an all jene richtet, denen Smartphones schon wieder zu komplex sind. Stattdessen liefert es eine seitlich ausziehbare QWERTZ-Tastatur, die das Handy im Landscape-Modus zum idealen Messaging-Gerät macht und damit Vieltipper ansprechen dürfte.
Auf ein Smartphone-Betriebssystem hingegen darf nicht gehofft werden. Die grafische Benutzeroberfläche ist schlicht, aber sehr übersichtlich und präsentiert die wichtigsten Shortcuts in Kachelform. Der Verzicht auf frei verschiebbare Icons kommt der Bedienbarkeit entgegen und erfüllt bei einem solchen einfachen Gerät vollauf seinen Zweck. Hinter dem Menüpunkt „Apps“ finden sich dann doch noch ein paar extra Anwendungen, die aber eher dem Urbegriff „Widget“ zuzuordnen sind – also kleine Erweiterungen des Betriebssystems darstellen und nicht wirklich all vollwertige Programme angesehen werden können. Zugriff auf einen tausende Apps umfassenden App-Markt gibt es jedenfalls nicht.
Technisch betrachtet zeigt sich das Samsung Brightside ähnlich schlicht wie beim User Interface. Es besitzt nur ein 3,1 Zoll kleines Touchdisplay und einen simplen Single-Core-Chipsatz mit ungenannter Taktrate – die dürfte sich aber wie bei solchen Handys üblich im unteren 300er oder 400er MHz-Bereich bewegen. Andererseits: Wer braucht bei einem Einfach-Handy auch so viel Leistung? Hier kommt es auf eine leichte Bedienbarkeit und einen niedrigen Angebotspreis an. Und das dürfte beim Samsung Brightside immerhin gewiss sein.
23.02.2012






