Einschätzung unserer Autoren
Reer Scopi
„Babymike“ soll Strahlenbelastung mindern
Wie genau soll das also funktionieren? Die Antwort ist dann doch ein wenig ernüchternd: Es handelt sich keinesfalls um eine raffinierte technische Lösung. Vielmehr handelt es sich um ein simples externes Mikrofon, welches mit einem zwei Meter langen Kabel an den Sender angeschlossen wird. Auf diese Weise könne man letzteren einfach zwei Meter entfernt vom Kind positionieren, was durch die höhere Entfernung den Elektrosmog um 90 Prozent reduziere. Trotzdem: Die Lösung ist sicherlich nicht elegant, aber immerhin durchaus wirksam. Der Elektrosmog durch PMR-Funkgeräte ist vor allem aufgrund der hohen Sendeleistung bedenklich, was mit einer größeren Entfernung zwischen Kind und Sender gut umgangen werden kann.
Allerdings hat das Reer 5006 ganz unabhängig von der Strahlungsthematik ein anderes Problem: Nutzerberichten zufolge soll das Lade-Management des Gerätes völlig unsinnig sein. Demnach würden die Akkus während des Betriebs niemals geladen, auch nicht, wenn die Geräte in ihren Ladeschalen stünden. Dann fielen sie trotzdem irgendwann mit leerem Akku einfach aus. Überhaupt scheint das ein weiteres Problem zu sein: Vor allem von den Empfängern wird immer wieder berichtet, sie fielen bei niedrigem Akkustand kurzerhand aus, ohne jegliche Warnung. Für ein Babyphone ist spätestens das ein K.O.-Kriterium. Und so kann für das Reer 5006 trotz der hohen Reichweite wahrlich keine Empfehlung abgegeben werden.
