Bilder zu Razer Blade (2011) (Core i7-2640QM, GTX 555M, 320GB HDD, 8GB RAM)

Produktbild Razer Blade (2011) (Core i7-2640QM, GTX 555M, 320GB HDD, 8GB RAM)
Produktbild Razer Blade (2011) (Core i7-2640QM, GTX 555M, 320GB HDD, 8GB RAM)

Razer Blade (2011) (Core i7-​2640QM, GTX 555M, 320GB HDD, 8GB RAM)

  • 17,3"
  • Intel Core i7-​2640M
  • Gaming-​Note­book

ohne Endnote

Aktuell gibt es nicht genug Tests oder Meinungen für eine Note.

Unser Fazit

Switchblade UI ist zukunfts­wei­send

Mal ehrlich gesagt: fast alle hassen Touchpads und dazu zählen auch die Nichtspieler unter den Notebook-Nutzern. Es ist und bleibt ein Notbehelf für unterwegs und kann eine Maus nicht wirklich ersetzen, selbst wenn diese unsere Gesten nicht deuten kann. Dass Razer mit seinem Gaming-Notebook zukunftsweisend ist bleibt offensichtlich. Das User-Interface, genannt Switchblade, ersetzt nicht nur das Touchpad, sondern bietet viele Nutzungsmöglichkeiten.

Leider sind noch keine Endprodukte auf dem Markt und der Hersteller gibt hier und da eines der brandheißen Notebooks für Praxistests heraus. Es jedoch noch im Frühling 2012 mit einer weltweiten Veröffentlichung des Blade-Notebooks zu rechnen – hoffen alle. Die amerikanischen Kollegen von TwaekTown gehören zu den privilegierten Testern, die vom Hersteller ein Exemplar in die Finger bekamen. Details dazu findet man im Video am Ende des Textes. Zur Perfomance des 17,3 Zoll großen, extrem flachen und leichten Notebooks soll an dieser Stelle weniger gesagt werden, da die Funktionalität des Switchblades im Vordergrund steht und Hersteller wie Asus und Co sich ein Beispiel an dieser Lösung nehmen sollten.

Rechts außen, wo normalerweise der Ziffernblock sein Platz in einem großen Tastaturlayout hat, findet man einen rund 4 Zoll großen LCD-Bildschirm, der eine tolle Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten zu bieten hat. Die Oberfläche ist gegenüber Vier-Punkt-Gesten empfindlich und lässt sich bedienen wie ein modernes Smartphone. Oberhalb des Touchscreens sind in zwei Reihen jeweils fünf frei definierbare grafische Icons eingebaut, die berührungsempfindlich sind. Unterhalb lassen sich noch zwei Maustasten ausmachen, deren Benutzung für einen Gamer eher überflüssig sein wird. Im Ruhemodus sieht man nur die drei Schlangen als Logo des Herstellers und die vier beleuchteten Ecken. Die Benutzung via Schnellzugriffstasten ist denkbar einfach und äußerst komfortabel, da hier eine Software zur Steuerung, Synapse genannt, direkt vom Hersteller integriert wurde. Mit einem Klick kann man sich die mobilen Webversionen von Facebook, Youtube und Gmail auf den kleinen Bildschirm holen und in das Geschehen aktiv eingreifen. Am stärksten hat den Testern die Youtube-Darstellung imponiert. Je nach eigenem Geschmack lässt sich dafür die Helligkeit des Displays einstellen.

Man sollte sich unbedingt das folgende Youtube-Video ansehen, um den vollen Funktionsumfang des Switchblades einmal in voller Aktion zu begutachten – allemal sehenswert. Zu Youtube

von Christian

Das erste echte Gamer-​Note­book

Razer genießt in der Gamer-Szene dank hochwertiger Maus- und Tastatur-Produkte einen sehr guten Ruf und will mit seinem ersten Notebook die mobile Spielerwelt revolutionieren. Folgt man den Worten des Razer-CEOs Min-Liang Tan, wird mit dem Blade genannten Notebook eine neue Ära im mobilen PC-Gaming eingeleitet, da alle bisherigen Konkurrenzgeräte zu schwer, zu dick und zu energievergeudend arbeiten.

Ein Gaming-Notebook, das nur 22,4 Millimeter hoch ist, kann natürlich nicht die Ausstattungsmerkmale eines Schenker- oder Alienware-Notebooks bieten, wo bis zu vier Festplatten und zwei Grafikkarten ihren Platz finden können. Schaut man sich die aufwendigen Kühlsysteme der hochwertigen Gaming-Notebooks an, die ja die Lebensdauer der Elektronik garantieren, taucht automatisch die Frage auf, wie Razer dieses Problem in einem derart flachen Gehäuse bewältigen will. Eine Antwort wird es im letzten Quartal 2011 geben, wenn das Blade endlich für den Endverbraucher zur Verfügung steht und mit nur 3.160 Gramm den Spielern echte Mobilität bescheren wird.

Bei der Kernausstattung gibt es keine sonderlich aufregenden Komponenten, die man nicht auch in anderen Notebooks finden könnte. Ein Intel Core i7-2640M mit zwei physikalischen Kernen und einem Basistakt von 2,8 GHz (3,5 GHz im Turbo Boost) bildet zusammen mit 8 GByte DDR3 Arbeitsspeicher den Motor des Laptops. Der sparsame Intel HD 3000 Grafik-Chip entlastet den 60- Wattstunden-Akku im normalen Desktopmodus. Ein optisches Laufwerk scheint bei der flachen Bauweise keinen Platz mehr gefunden zu haben und anstatt einer flotten SSD der dritten Generation muss man mit einer 320 GByte kleinen Festplatte vorliebnehmen. Immerhin kann einer der drei USB-Ports als 3.0 genutzt werden. Neben Gigabit-Ethernet wurde noch ein HDMI-Port seitlich untergebracht.

Die dedizierte Grafikeinheit Nvidia GT 555M ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, kann aber schon eines an Performance bieten und liegt an der Schwelle zur High-End-Grafikkarte. Flüssige Bildraten sind nur bei einer Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten zu erwarten und die volle Ausnutzung des 17,3 Zoll großen Full-HD-Displays würde die Karte dann doch überfordern. Als absolutes Novum kann man doppelte Nutzung des Touchpads ansehen. Einerseits ist es in der üblichen Weise als Multi-Gesture-Touchpad nutzbar und andererseits als Display, das bestimmte Spielbereiche (Map, Skills, Ausstattung etc.) in Farbe darstellen kann. Oberhalb befinden sich in zwei Reihen zehn frei belegbare Funktionstasten, die den Spielkomfort steigern sollen.

Geht man davon aus, dass Razer die unverbindliche Verkaufsempfehlung von 2.800 US-Dollar wahr macht und die Umrechnung in Euro wie meist eins zu eins erfolgt, wird dem Gamerbook Blade keine glorreiche Zukunft in Europa in Aussicht gestellt – also abwarten.

von Christian

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