Plustek OpticFilm 8200i SE Test

(Scanner)
Optic Film 8200 i SE

Sehr gut (1,0) 2 Tests 03/2013
13 Meinungen (Gut)
Produktdaten:
  • Typ: Filmscanner, Negativ- / Dia- …
  • Auflösung: 7200
  • Scan-Optik: CCD
  • Ausstattung: Schlitten für …
  • Schnittstellen: USB
  • Farbtiefe: 48 bit … mehr Infos


fotoMAGAZIN
Heft Nr. 4 (April 2013)
8 Produkte im Test
ohne Endnote

„Preistipp“

„Zum moderaten Preis liefert der reine Filmscanner eine gute Qualität.“

 
d.pixx
Heft 2/2012 (April/Mai)
Einzeltest
„sehr gut“

„... Alles in allem erweckt die Plustek/Silver Fast-Kombination alte Dias wieder zu frischem Leben und ist mit einem Preis von rund 360 Euro allen zu empfehlen, die ihrer fotografischen Vergangenheit eine Zukunft geben möchten. Und wenn die Qualität der Dias doch nicht so toll war, kann man z.B. mit den Filtern von Nik Efex Pro sehenswerte Bilder generieren.“

 
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Meinungen (13)

Einschätzung unserer Autoren

Plustek Optic Film 8200 i SE

Für den Hausgebrauch

Mindestens 3000ppi sollte ein Filmscanner aufweisen, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen und möglichst viele Bilddetails zu erfassen. Eine optische Auflösung von 7200 dpi hört sich zunächst sehr gut an. Der effektive Wert liegt allerdings wie das Portal filmscanner.info getestet hat bei etwa 3250ppi. Damit ist der Film- und Diascanner OpticFilm 8200i SE von Plustek bestens geeignet, um detailgetreue Scans durchzuführen, mit denen man Abzüge in DIN A4 herstellen kann. Mitgeliefert wird die SilverFast-Software, mit der sowohl ein einfaches und geführtes als auch ein vielfältiges Arbeiten möglich ist.

Bildqualität reicht für A4-Drucke

Rein rechnerisch ergibt sich aus einem Scan mit einer Auflösung von 7.200 ppi eine Bilddatei mit circa 70 Millionen Pixeln. Daraus resultiert bei einer Farbtiefe von 24 Bit eine unkomprimierte Datei von etwa 210 Megabyte beziehungsweise bei 48 Bit Farbtiefe 420 Megabyte. Effektiv wird aber nur eine Auflösung von 3.250 ppi erreicht, quasi nur die Hälfte der vom Hersteller genannten nominalen Auflösung. Obwohl der Scan in 7200 dpi durchgeführt werden muss, um effektiv 3.250 dpi zu erhalten, sind eben nur 42 von 210 Megabyte relevante Bildinformation. Das Bild wird durch das Programm künstlich aufgeblasen, da Pixel hinzu gerechnet werden. In der Bildbearbeitung muss man dann wieder komprimieren. Auch beim Dichteumfang kann sich der Filmscanner nicht mit Profi-Geräten messen. Es fehlt an ausreichender Zeichnung, um feine Details wiederzugeben. Die Staub- und Kratzerkorrektur arbeitet nicht exakt und ignoriert kleinere Staubkörnchen.

Erleichternde Funktionen
Der integrierte Infrarotkanal erkennt Staub und Kratzer auf den Dias und Negativstreifen. Die Software SilverFast SE Plus 8 von Lasersoft Imaging tastet die Umgebung der Störstelle ab und errechnet daraus die Pixel, die eingesetzt werden müssen,um die Stelle zu reparieren. Dadurch muss man im Anschluss keine aufwändigen Retuschearbeiten durchführen. Mit dem Multi-Exposure wird der vollständige Dynamikumfang der Bildvorlage erfasst, indem mit unterschiedlichen Belichtungsparametern mehrfach gescannt wird. Damit wird der Detailreichtum sehr heller oder dunkler Bildsegmente deutlich erhöht, es sind quasi HDR-Bilder möglich. Der Workflow-Pilot leitet den Benutzer Schritt für Schritt durch den Scanprozess, so kann man bei Bedarf QuickTime-Movies aufrufen. Durch die Echtzeit-Vorschau können Korrekturen und Änderungen direkt am Monitor sichtbar gemacht werden. Mit dem Tool SCC kann man eine selektive Farbkorrektur vornehmen. Hierfür kann man auf bis zu vier Ebenen, voneinander unabhängig, Arbeiten durchführen.

Fazit

Der Filmscanner für das Kleinbildformat erfüllt nicht die Ansprüche eines Profigeräts, ist aber bedeutend besser als die Geräte, die es für unter 100 EUR gibt. Im Gegensatz zu den einfacheren Geräten kann man neben Webansichten auch brauchbare A4-Drucke herstellen. Er ist für rund 330 EUR bei Amazon gelistet.