Das australische Unternehmen Pioneer Computers, eigentlich Produzent von Notebooks, PCs und TV-Tuner, steigt mit dem DreamBook Color W95 nun auch in den E-Reader-Markt ein. Die Produktbezeichnung lässt bereits erahnen, was das Besondere an dem Gerät sein soll: Es bietet nämlich ein farbiges Display.
Da jedoch die Hersteller von E-Paper-Displays noch nicht so weit sind, ein farbiges Display herstellen zu können, ist auch schnell klar, dass es sich um ein LC-Display handelt muss – was auch der Fall ist. Der DreamBook Color W95 bietet daher nicht den augenschonenden Lesekomfort eines eReaders mit einem E-Paper-Bildschirm, und auch in Sachen Akkulaufzeit kann es nicht mithalten: Nach acht Stunden Lesezeit muss das Gerät wieder ans Netz.
Bei Videos (der Formate WMV, RM, AVI, RMVB, 3GP, FLV, MP4, DAT, VOB, MPG, MPEG, MKV, MOV übrigens) sind es sogar nur fünf Stunden, die das DreamBook Color W95 durchhält. Wird Musik auf dem Reader abgespielt (MP3, WMA, FLAC, AAC, WAV, OGG), sind es hingegen 30 Stunden. In der Darstellung bewegter Bilder und multimedialer Inhalte ist das Display des DreamBook Color W95 einem herkömmlichen eReader natürlich überlegen. Einen Vorteil gegenüber einem E-Paper-Reader dürfte das Gerät übrigens auch bei der Darstellung von Bildern (JPEG, BMP, GIF, PNG) im Hoch- oder Querformat haben.
Auf dem 5-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixeln können Books der Formate ANSI, UNICODE TXT, PDF, HTML, FB2 , PDB und EPUB mit den oben erwähnten Einschränkungen gelesen werden, außerdem lassen sich Bookmarks anlegen/löschen sowie die zuletzt gelesene Seite abspeichern. Optional soll auch eine Vorlesefunktion (Text-to-Speech) erhältlich sein, während die Sprachaufzeichung Standard ist.
Die Kombination aus eReader, Multimediaplayer, digitaler Bilderrahmen und Diktiergerät wird in Australien zum Preis von 149 Dollar verkauft – umgerechnet sind dies also etwas mehr als 100 Euro für den DreamBook Color W95, der allein schon unter rein ökonomischen Gesichtspunkten deshalb zu einem interessanten und attraktiven Konkurrenten der eReader aufsteigen könnte.
01.04.2010





















