Einschätzung unserer Autoren
Standard-Monitor für Standard-Aufgaben
Der neue Monitor muss nicht mehr können, als ihm Standard-Anwendungen abverlangen könnten? Dann könnte der 192EL2SB/10 eine gute Wahl sein. Der von Philips vertriebene Bildschirm ist eine Bilddiagonale von 19 Zoll auf, allerdings im Breitbildformat, ist mit stromsparenden LEDs ausgestattet und sowohl analog als auch digital ansprechbar – was will man mehr?
Als klassischen Arbeitsmonitor kann man den Philips jedoch nicht bezeichnen, dafür fehlt ihm aufgrund seines Seitenverhältnisses von 16:9 die entscheidende Plus an Bildfläche in der Höhe, wie sie etwa ein Modell mit einem Seitenverhältnis von 5:4 bietet – nicht ohne Grund werden auf dem Büro-Schreibtisch nach wie vor Geräte mit diesem Format bevorzugt. Das Breitbildformat hingegen ist ein Zugeständnis an User, die auf ihrem 19-Zöller auch Videos & Co betrachtet möchten, ohne dass dabei an den Seiten Bildfläche durch schwarze Streifen verloren geht. Für Full-HD-Inhalte eignet sich der Philips trotzdem nicht optimal, da er in puncto Auflösung nur 1.366 x 768 Pixel zu bieten hat. Dafür ist er in Sachen Hintergrundbeleuchtung auf dem aktuellen Stand der Technik. Das Display wird nämlich mittels LEDs ausgeleuchtet, was unter anderem übrigens auch dazu führt, dass der Philips lediglich knapp über 10 Watt aus der Steckdose zieht – selbst für einen 19-Zöller ist dies ein ausgesprochen niedriger Wert. Ansprechen wiederum lässt sich der Bildschirm analog via VGA sowie digital via DVI, Helligkeit sowie Kontrast liegen im Normbereich, was auch auf die Reaktionsgeschwindigkeit zutrifft – der Philips leistet sich weder nach unten noch nach oben einen Ausrutscher und dürfte daher mit hoher Wahrscheinlichkeit eine relativ „natürlich“ wirkende Farbwiedergabe sowie eine gute Detailgenauigkeit bei Schwarz/Grau bietet. Eine Vesa-Halterung sowie ein Gehäuse in „Hochglanzausführung“ – übersetzt: Klavierlacküberzug – und mehrere Elektronik-Programme, die dem Bild auf die Sprünge helfen, runden die Ausstattung des 19-Zöllers ab.
Die Wahrscheinlichkeit eines Fehlgriffs ist beim Philips sehr gering, die Unterschiede zur Konkurrenz meist, wie Praxistest immer wieder belegen, relativ gering. Aussehen sowie die Höhe des finanziellen Aufwands spielen daher bei vielen Kunden meist die ausschlaggebenden Rollen, und in beiderlei Hinsicht steht der Philips ganz gut da. Sofern das wohnzimmertaugliche Klavierlackgehäuse nicht auf Widerstand stößt, ist der nicht ganz 110 EUR (Amazon) teure Bildschirm daher eine ernsthafte Überlegung wert – nur wer tatsächlich hauptsächlich mit Office-Anwendungen arbeitet, sollte sich um des Komforts willen lieber nach einem 5:4-Modell umschauen.