Wer das Vorgängermodell RS1000 schon kennt, weiß was es mit dem Chamäleon auf sich hat. Auch bei der neuen 1500er der RS-Serie findet man diese Individualisierung des Kamera-Gehäuses wieder vor. Man löse einfach die vier Schrauben, die das transparente Gehäuse halten und fertige per Drucker eine neue Skin nach eigenem Geschmack an. Einerseits bietet der Hersteller eine Vielzahl durchgestylter Vorlagen an, die man nur noch ausschneiden muss andererseits kann jeder die Vorlage mit der Objektiv-Aussparung auch für seine eigenen Kreationen benutzen.
Auf der technischen Seite scheint sich gegenüber dem Vorgänger so gut wie gar nichts getan zu haben. Lediglich der Einführungspreis für das Chamäleon ist diesmal mit etwas über 100 Euro bei amazon deutlich besser. Das tröstet jedoch kaum über die durchwachsene Bildqualität jenseits der 400 ISO hinweg. Da konnte man sich zwar über kräftig leuchtende Farben freuen, aber das Bildrauschen war kaum zu übersehen. Der Brennweitenumfang liegt nach wie vor bei 28 bis 110 Millimetern mit größter fotografischer Blende von f3.2 und einer mittelstarken Lichtempfindlichkeit. Leider konnte der Hersteller für diese Kompaktkamera noch keinen optischen oder mechanischen Bildstabilisator realisieren und man muss einem digitalen vorlieb nehmen. Auch die Geschwindigkeit der Kamera hat sich nicht verändert – man kommt also nicht wirklich dazu, echte Schnappschüsse zu machen und ist immer eine Nasenlänge zu spät dran. Eher bei Makroaufnahmen kommt die kleine Kamera zur Geltung, da man sich dem Motiv bis zu acht Zentimetern nähern kann. Auch wenn die Auflösung des 3 Zoll großen Displays mit 230.000 Bildpunkten nicht gerade das Optimum darstellt, findet man derartig große LCDs eher selten bei derart kompakten Kameras. Besonders für Anfänger sind die 16 Motivprogramme hilfreich – insbesondere die Gesichtserkennung, die auch bei Haustieren funktioniert.
29.04.2011
































