Der Ostendo CRVD legt sich im wortwörtlichsten Sinne für Spieler krumm. Denn das Display des Monitors ist leicht gebogen, weswegen der Bildinhalt trotz der schieren, gigantischen Größe von 43 Zoll trotzdem auf einen Blick mit den Augen erfassbar sein soll. Dazu kommt noch die Auflösung von 2.880 x 900 Pixel im 32:10-Format, das dem vor dem Gerät sitzenden User ein wahres Kino-Erlebnis suggerieren soll. Ostendo hofft, vor allem Spieler für den CRVD – eine „Abkürzung“ für „curved“, gebogen – begeistern zu können. Doch vor der Freude an so gigantisch viel Fläche für Autorennen, Flugsimulatoren & Co hat Ostendo eine empfindliche Hürde in Gestalt des Kaufpreises gestellt, der sich auf 6.500 Dollar beläuft.
Der Gegenwert des CRVD besteht jedoch nicht nur in der beeindruckenden Größe und dem Vorteil, dass keine lästigen Zwischenräume im Bild zu sehen sind, die bei der Kombination von zwei oder mehr TFTs aufgrund der Gehäuseleisten unweigerlich entstehen. Auch technisch ist der CRVD ein Leckerbissen: Er arbeitet mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung, die für fantastische Farben (68,7 Milliarden Farben) sorgen dürfte, sollte es sich – wie zu erwarten bei 6.500 Dollar – um RGB-LEDs handeln. Die Reaktionszeit wiederum liegt, so Ostendo, bei 0,2 Millisekunden, tendiert demnach also, so der Wert stimmt, gegen Null und macht alle Spiele schlieren- und ruckelfrei auf dem Monitor spielbar. Der Kontrast wiederum beträgt – auch dies eine Frucht der LED-Hintergrundbeleuchtung – 10.000:1. Angeschlossen wird der CRVD entweder über DVI und HDMI, und vier USB-Ports sind auch an Bord.
Ostendo versichert, dass für den CRVD keine extraordinäre Grafikkarte notwendig sei (siehe Kompatibilitätsliste auf der Ostendo-Homepage) – was kein Wunder ist, denn die Auflösung des CRVD ist nicht gerade berauschend und stellt daher Grafikkarten vor keine all zu großen Probleme. Auf der anderen Seite hätte man sich für eine Bilddiagonale von 43 Zoll gern eine wesentlich höhere Auflösung im 3- oder 4.000er-Bereich gewünscht, denn die vom CRVD ab Werk mitgelieferte dürfte doch ein recht grobpixeliges Bild ergeben. Und wie es mit den Verzerrungen am Bildrand aufgrund der konkaven Bildschirmform aussieht, würde man sich ebenfalls vor einem Kauf lieber einmal in natura ansehen. Doch da dies leider auf die Schnelle nicht möglich, folgt hier zum Schluss ein Video, das drei CRVD zusammen in Action zeigt – quasi als Appetizer:
26.11.2009






















