Die X-835 ist schön und sauber gearbeitet und fühlt sich gut in der Hand. Sie wird dem Besitzer kleine, für die Kompaktkameras übliche Problemchen, aber keine bösen Überraschungen bringen. Auf der anderen Seite kriegt man von diesem Gerät alles, was man von einer durchschnittlichen Kleinknipse zu erwarten hat.
Die Auflösung des Sensors von 8 Megapixeln reicht für die Ausdrucke in optimaler Qualität im Format bis A3 völlig aus. Für einen Nichtprofi kann sie sogar eine bessere Wahl sein, als eine 12 oder sogar 14 Megapixel-Kompaktkamera, von denen es heute auf dem Fotomarkt genug gibt. Der Grund ist: das optische System einer Kompaktkamera kann die höhere Sensor-Auflösung, die viele Hersteller anbieten, in der Regel einfach nicht ausnutzen. Die X-835 sorgt für eine Verwacklungsreduktion. Aber wie viele andere Kompaktkameras, besitzt sie keinen optischen Bildstabilisator, sondern erhöht künstlich die ISO-Empfindlichkeit, um längere Verschlusszeiten zu vermeiden. Das kann zu den Rauschen führen, von denen die Kameras mit dem richtigen Bildstabilisator geschützt sind. Dafür verfügt die X-835 über einen 3fachen optischen Zoom (36 bis108 Millimeter) und eine Gesichtserkennung-Option.
Die Daten werden auf den für Olympus typischen xD-Karten gespeichert. Solche Karten haben keinen eigenen Controller und sind aufgrund ihrer geringen Verbreitung (werden heute nur noch von Olympus und Fuji benutzt) teurer als andere Speichermittel, z.B. SD-Karten. Mit dem Risiko von Kompatibilitätsproblemen muss man auch rechnen. Die X-835 verfügt über ein 6,9 Zentimeter großes LCD-Display und ist mit dem „One-button, one-funktion“ Prinzip und einem Guide in 25 Menüsprachen sehr einfach zu bedienen. Das ultraschlanke schwarze Metallgehäuse dieser Kamera sieht schick aus. Videofunktion mit Ton für die Aufnahme der Mini-Movies in VGA Qualität mit 30fps ist bei diesem Modell ebenfalls präsent.
Die Olympus X-835 ist eine klassische Kompaktkamera mit wichtigen Vorteilen, wie optischer Zoom und gute Farbwiedergabe, und auch gewöhnlichen Problemen, wie kein echter Weitwinkel oder Unzuverlässigkeit in schlechten Lichtverhältnissen. Der Preis unter 100 Euro ist auf jeden Fall akzeptabel.
21.01.2010

























