OK Baby Body Guard Test

(Fahrradkindersitz)
BodyGuard


1 Meinung
(gut)
Produktdaten:
  • Montage: Rahmen
  • Maximales Körpergewicht: 22 kg
  • Ausstattung: 3-Punkt … mehr Infos

ÖKO-TEST
Heft Nr. 5 (Mai 2012)
Platz 4 von 10

Die Praxisprüfung des Body Guard von OK Baby wurde als „ausreichend“ beurteilt: Die Erstmontage ist etwas umständlich, zudem beträgt die ermittelte Nutzungsdauer ledliglich 12 Monate. Die Rückenlehne ist weder höhenverstellbar noch neigbar und ist für größere Kinder zu niedrig. Außerdem sitzt das Kind leicht nach vorn gebeugt. Das Teilergebnis Ergonomie wird somit gar als „ungenügend“ bewertet. Das Gurtschloss des Sitzes ist schwergängig und die Seitensteifigkeit wird als zu gering beurteilt. Bei den Inhaltsstoffen hingegen erreichte der Kindersitz ein „sehr gutes“ Testergebnis.

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Meinungen (1)

Einschätzung unserer Autoren

Okbaby Body Guard
Monocoque für jüngere Beifahrer

Im Body Guard sitzen die jüngeren Beifahrer auf dem Rad so sicher wie in einer Monocoque-Schale eines Rennwagen-Cockpits – diesen Eindruck vermittelt nicht nur die sehr suggestive Produktbezeichnung, die sich der Hersteller OK Baby für den Fahrradkindersitz ausgedacht hat. Der eigentlich Grund liegt in der Bauweise des Sitzes, der das Kind wie eine Schale fast komplett umschließt.

Besonders die recht hoch gezogene Rückenlehne sowie die ebenfalls höher als bei vielen Mitbewerbern ausfallenden Seitenteile tragen dazu bei, dass der Kindersitz einen sehr sicheren Eindruck hinterlässt. Sogar die Beine sind fast komplett umschlossen. Festgehalten wird das Kinder ferner mit einem 3-Punkt-Gurtsystem, leider, muss man sagen, denn dem Kindersitz hätte, aufgrund des so überdeutlich zur Schau getragenen Akzents auf Sicherheit, ein 5-Punkt-Gurtsystem eigentlich besser zu Gesicht gestanden – und wäre auch von Vorteil gewesen, falls ganz kleine Kinder in dem Sitz transportiert werden sollen.

Geeignet ist der OK Baby daher eher für Kinder ab rund 2 Jahren, die Obergrenze ist dann erreicht, wenn das Kind 22 Kilogramm wiegt. Ob die eng geführte Schalenform allerdings auch etwas kräftigeren Kindern noch bequem Platz bietet, sei dahingestellt, leider liegen zu dem Fahrradsitz, bislang jedenfalls, weder Tests noch Erfahrungsberichte von Käufern vor. Die restliche Ausstattung wiederum richtet sich nach den gängigen Standards. So kann die Fußstutze in der Höhe angepasst sowie auch der Gurt verstellt werden, die Montage erfolgt am Rahmen. Praktisch: der komplette Sitz kann in drei Positionen verschoben werden. Je nach Fahrradtyp ermöglicht dies, den Schwerpunkt flexibel auszutarieren.

Man darf gespannt darauf sein, wie das Sicherheitskonzept des Fahrradkindersitzes in den ersten Tests abschneiden wird. Zum Glück werden sämtliche Modelle, trotz ihrer Zertifizierung und der Einhaltung der DIN-Norm EN14344, in den Praxistests immer auf Herz und Nieren geprüft – und zwar ziemlich streng. Es hat jedoch den Anschein, als könnte es der OK Baby mit seiner extrem ausgeformten Schalenstruktur schaffen, die kritischen Augen der Prüfer zu überzeugen – und nicht nur zu blenden. Denn in dem Fall gäbe der OK Baby mit seinen rund 60 Euro (Amazon) einen auch preislich sehr interessanten Kindersitz ab.