Auch der finnische Gerätehersteller Nokia schickt nun ein „Ritter-Sport-Handy“ ins Rennen. Nach Motorola mit dem Flipout und Microsoft mit dem Kin One schickt Nokia mit dem X5 ebenfalls ein quadratisch geformtes Handy ins Rennen. Dieses wurde auf der Nokia Connection 2010 in Singapur offiziell vorgestellt. Der Schwerpunkt des Gerätes liegt - wie sollte es derzeit auch anders sein? - auf der Verknüpfung von SMS, E-Mails und der Nutzung sozialer Netzwerke. Dementsprechend verfügt es über eine nach unten hin ausziehbare, vollständige QWERTZ-Tastatur mit vier Reihen an stark gewölbten Tasten. Nummern werden über einen Block doppelt belegter Tasten im Zentrum der Tastatur eingegeben.
Doch kann das Nokia X5 auch bei der Funktionalität punkten? Schlecht ausgestattet ist das Handy jedenfalls trotz des ungewöhnlichen und eher beengt wirkenden Formfaktors nicht. Es bietet zwar nur eine Bilddiagonale von 2,36 Zoll und eine simple QVGA-Auflösung, dafür aber werden Quadband-GSM und Triband-HSDPA für weltweit schnellste Datenverbindungen unterstützt, ergänzt um WLAN, Bluetooth 2.1 und microUSB. Sogar eine 5-Megapixel-Kamera hat in dem Handy Platz gefunden neben dem für die X-Baureihe obligatorischen Media Player, der es mit Sony Ericssons Walkman-Playern aufnehmen soll. Tatsächlich verspricht das Unternehmen eine exzellente Klangqualität und kraftvolle Lautsprecher.
In einigen Ländern soll das Nokia X5 daher auch in Verbindung mit der „Comes-With-Music“-Flatrate verkauft werden, die ein Jahr lang kostenlose Musikdownloads aus dem Musikangebot von Nokia ermöglicht. All das klingt durchaus ansprechend, wenn da nicht zwei kleine Nachteile wären: Die Tastatur des X5 besitzt zwar stark gewölbte, aber leider auch sehr winzige Tasten. Ob damit wirklich schnell Nachrichten getippt werden können, wird sich noch erweisen müssen. Darüber hinaus setzt das Handy auf Symbian S60 als Betriebssystem – und damit auf ein längst im Sterben befindliches OS, das zudem als nicht sonderlich zügig gilt.
Wer dennoch zugreifen möchte: Das auch als X5-01 bezeichnete Gerät soll ab dem dritten Quartal 2010 für rund 165 Euro auf den Markt kommen – ohne Mehrwertsteuer. Der tatsächliche Marktpreis dürfte also bei etwa 200 Euro liegen.
14.06.2010



























