Einschätzung unserer Autoren
Auch als „Active-Edition“ mit Pulsmesser
Das Nokia N79 gibt es künftig in einer neuen Sonderedition. Diese richtet sich an Sportler und ist mit der Software „Sports Tracker“ ausgerüstet. So können per GPS Laufstrecken und die dabei erzielten Laufzeiten genau gemessen und auf Wunsch ins Internet übertragen werden. Die mitgelieferte Pulsuhr des Herstellers Polar sendet diese Daten jeweils per Bluetooth an das Handy, dessen Software das Ganze verarbeitet.
Sports Tracker ermöglicht aber noch mehr: So ist es möglich, die gelaufene Route per Geotagging direkt mit Fotos davon zu versehen. Der Unterhaltungsaspekt soll auch ansonsten nicht zu kurz kommen. Das Online-Magazin inside-handy.de zitiert den Direktor der Nokia-N-Series mit den Worten: „ Das Nokia N79 Active sorgt auf langen Läufen für die nötige Unterhaltung. Mit Sports Tracker können Sie Ihrem Fitnessprogramm zusätzliche eine soziale Komponente verleihen.“
Das Ganze soll 375 Euro vor Steuern kosten, also in etwa 445 Euro mit Mehrwertsteuer. Wem der Aufpreis von rund 65 Euro gegenüber dem derzeitigen Marktpreis des N79 also nicht zu viel ist, der kann beherzt zugreifen. Sein Körper wird es ihm danken, motiviert die Active-Edition doch zum Laufsport.
Ab sofort bei o2 erhältlich
Lange mussten deutsche Kunden auf das Nokia N79 warten, nun ist es soweit: Das Multimedia-Smartphone ist ab sofort beim Netzbetreiber o2 erhältlich. Ohne Vertrag verlangt das Unternehmen 359,99 Euro für das Handy, mit einem Genion-L-Vertrag inklusive Flatrate ins deutsche Festnetz und das o2-Netz gibt es das N79 für 59,99 Euro. Mit diesen Preisen liegt der Netzbetreiber derzeit sogar noch unter dem Preis auf dem Online-Marktplatz Amazon. Dort bieten seit Kurzem Händler das Smartphone mit den interaktiven Wechselcovern ab 411 Euro an.
Damit haben o2-Kunden ein durchaus attraktives Angebot vorliegen. Aber auch alle anderen brauchen sicherlich nicht mehr lange warten. Sowie etwas mehr Konkurrenz auf Amazon herrscht, werden auch dort die Preise noch einmal deutlich sinken.
GPS-Smartphone mit Nokia Maps 2.0 auf 4-GB-Speicherkarte
Wie viele Nokia-Smartphones verfügt auch das N79 wieder über einen integrierten GPS-Empfänger. Damit dieser auch von Anfang an sinnvoll genutzt werden kann, wird das Navigationsprogramm Nokia Maps 2.0 gleich mitgeliefert. Allerdings ist es auf einer dem Starterpaket beigelegten 4-Gigabyte-Speicherkarte installiert, da das Handy selbst nicht ausreichend internen Speicher besitzt. Da sind nämlich nur 70 Megabyte verfügbar – für das umfangreiche Kartenmaterial viel zu wenig.
Das heißt aber auch, dass der Nutzer beim Austausch der Speicherkarte zunächst das Programm auf die neue Speicherkarte transferieren muss. Und das ist nicht einmal unwahrscheinlich, denn wer parallel viele MP3-Songs und Videos und Fotos auf der Speicherkarte ablegen möchte, wird relativ schnell auf eine 8-Gigabyte-Speicherkarte wechseln wollen. Aufgepasst auch bei der Nutzung der Routenplanung – nur in den ersten drei Monaten ist diese kostenlos, danach muss der Anwender eine neue Lizenz erwerben.
Multimedia satt: Fotos, Videos, Musik und Internet
Das Nokia N79 bietet hinsichtlich Multimedia alles, was das Herz begehrt. Das Handy besitzt einen Media-Player, der Musik-Dateien der Formate MP3, AAC, eAAC+ und WMA sowie Videos der Formate H.264, H.263 und WMV wiedergeben kann. Ein FM-Radio ergänzt diese Auswahl. Damit der Klang auch adäquat genossen werden kann, ist ein 3,5mm-Klinkensteckeranschluss vorhanden. Die integrierte Digitalkamera wiederum besitzt 5 Megapixel Auflösung und eine Carl-Zeiss-Linse. Sie wird durch ein doppeltes LED-Blitzlicht unterstützt und kann über eine kleine Klappe vor Schmutz und Beschädigungen geschützt werden. Neben Fotos kann sie auch VGA-Videos mit 30 fps erstellen.
Und wer die selbst erstellten Medien ins Internet stellen möchte, kann eine spezielle Internet-Share-Applikation nutzen, welche einen Schnellzugang für Websites wie Flickr oder Ovi enthält. Damit das Ganze auch entsprechend schnell geht, sind UMTS, HSDPA und WLAN vorhanden. Alternativ können Bluetooth oder USB 2.0 für den Datentransfer zu einem Computer genutzt werden. Das Nokia N79 bietet wohl Unterhaltung für jeden – sogar Spielernaturen werden durch zehn vorinstallierte Spiele und einen N-Gage-Client für den Download weiterer Handy-Spiele bedient. Das N79 bietet wahrhaft Multimedia satt!
Musik an Radios in der Umgebung senden
Dank seines integrierten FM-Transmitters kann das Nokia N79 als mobile Radiostation genutzt werden. Mit seiner Hilfe kann Musik des Media-Players auf Radios in der unmittelbaren Umgebung des N79 übertragen werden. Die Reichweite ist dabei zwar arg begrenzt, doch soll man auch nicht einen Piratensender betreiben. Vielmehr dient der FM-Transmitter dazu, mit dem Taschenradio im Büro oder mit dem Autoradio die eigene Musik hören zu können. Dazu muss lediglich die gleiche Frequenz sowohl am Nokia N79 als auch am Empfangsgerät eingestellt werden.
Problematisch wird es nur, wenn sehr starke lokale Sender das Signal überlagern. Dies kann vor allem in Ballungsräumen schonmal vorkommen. Ein Beinbruch ist das aber nicht: Dann heißt es halt, ein wenig nach einer freien Frequenz zu suchen. Allerdings aufgepasst, wenn Sie den FM-Transmitter bei Reisen im Ausland nutzen möchten. In nicht wenigen unserer Nachbarländer ist der Betrieb eines eigenen Radiowellensenders untersagt und wird teilweise empfindlich bestraft. Dies gilt auch beim Betrieb im Auto.
Das Handy passt sich den Wechselcovern an
Ein kleiner Vorteil des Barren-Handys Nokia N79 gegenüber seinem Slider-Bruder N85 ist die mögliche Nutzung von Wechselcovern. Beim Nokia N79 sollen diese „Xpress-on smart cover“ aber nicht nur das Aussehen des Gehäuses verändern. Verschiedenen Medienberichten zufolge soll durch das Einsetzen einer neuen Handy-Schale auch das „Theme“ des Smartphones automatisch angepasst werden. Soll heißen: Beim Wechseln des Covers verändert sich die Erscheinung der Benutzeroberfläche gleich mit.
Wie genau das funktioniert und wie das in der Realität aussieht, ist mir leider derzeit nicht bekannt. Es klingt nach einem netten Gag, ist aber auch nichts, was man nicht selbst schnell einstellen könnte. Wer dagegen zu den Menschen gehört, die ihrem Handy jeden Tag einen neuen Look geben, der könnte sich über die automatische Anpassung des UI-Erscheinungsbildes sicherlich freuen. Das Verkaufspaket des Nokia N79 soll drei der fünf nachgenannten Wechselcover enthalten: Light Sea Blue, Espresso Brown, Olive Green, White und Coral Red.
Braucht sich hinter dem N85 nicht verstecken
Das neu vorgestellte Nokia N79 ist im Grunde das Gegenstück zum N85 in Candybar-Bauweise. Denn abgesehen vom Äußeren und der Bauform gibt es nur relativ wenig Unterschiede zwischen den beiden Multimedia-Smartphones.
Auch das N79 ist ein Symbian-S60-Handy mit EDGE, UMTS, HSDPA, WLAN und GPS, das über eine 5-Megapixel-Kamera und weitere Annehmlichkeiten wie MP3-Player, Radio und Videofähigkeit verfügt. Lediglich der Bildschirm ist beim N79 mit 2,4 Zoll sichtlich kleiner als beim Slidermodell N85 mit 2,6 Zoll und verfügt nicht über die stromsparende OLED-Technologie. Das ist aber der herkömmlichen Handytastatur geschuldet ist, die ja auch ihren Platz finden soll. Auch soll die Linse der integrierten Kamera eine etwas geringere Brennweite haben.
Davon abgesehen aber ist das Nokia N79 das reinste Gegenstück zum N85 – und der Kunde wird sich wohl vor allem danach entscheiden dürfen, welche Bauform ihm am ehesten zusagt. Denn sogar von den Abmessungen her geben sich die beiden Handymodelle wenig. Also: Slider oder Candybar? Welches gefällt Ihnen mehr?












