Einschätzung unserer Autoren
Nokia 6720 classic
Schwächen bei Kamera und Bedienbarkeit
Eine weitere Schwäche sieht das Magazin in der Bedienung des Handys. Besonders die umständlichen Menüverschachtelungen und daraus resultierende, lange Bedienungswege seien ärgerlich. Ein Beispiel: „Menü – Einstellungen – Einstellungen – Allgemein – Personalisieren – Display“. Nicht weniger als sechs Unterpunkte müssen passiert werden, um das Display anpassen zu können. Und zum Unterdrücken der eigenen Rufnummer müssen die Menüpunkte „Menü – Einstellungen – Einstellungen Telefon – Anrufen – Eigene Nr. senden“ abgearbeitet werden. Gemildert wird dies immerhin durch den möglichen Einsatz von Schnellzugriffen, die zumindest für die wichtigsten Einstellungen den Weg abkürzen.
Dennoch spricht auch inside-handy.de eine Kaufempfehlung für das Nokia 6720 classic aus: Der „Wolf im Schafspelz“ komme unscheinbar daher, entpuppe sich aber als echter Alleskönner. Es fehle an nahezu nichts, und auch die genannten Schwächen würden an dem guten Gesamteindruck nicht viel ändern.
Nokia 6720 classic
Akzeptiert nur 8 Gigabyte Speicher
Und das verwundert dann doch ein wenig. Eigentlich ist man ja gewohnt, dass neu auf den Markt kommende Geräte der Oberklasse einheitlich die jeweilige Maximalgrenze für Flash-Speicher unterstützen. Und die liegt bei Handys derzeit bei 16, teilweise sogar 32 Gigabyte. Es hätte eigentlich keine großen Probleme für Nokia bedeuten dürfen, dies auch umzusetzen. Nun mag mancher einwenden, dass acht Gigabyte auch schon eine Menge Platz sind, und dass das Nokia 6720 classic kein Multimedia-Handy ist. Andererseits können auch Office-Dokumente, Video-Präsentationen und anderes mehr schnell den Rahmen einer Speicherkarte sprengen.
Eine Hoffnung gibt es aber: Oftmals geben Hersteller zwar eine Obergrenze an, die Geräte akzeptieren aber erstaunlicherweise trotzdem größere Speicherkarten. Da hilft nur ausprobieren – wenn Sie das tun, schreiben Sie doch von ihren Ergebnissen!
Nokia 6720 classic
Sehr ausdauernder Akku verbaut
Mit dem Nokia 6720 classic ist man also auf der sicheren Seite – egal, ob man lange erreichbar sein muss oder selbst viel zu sagen hat. Leider sind bislang noch keine Ausdauerwerte für den UMTS-Betrieb bekannt – denn da zeigen auch GSM-Dauerläufer oftmals unerwartet schwache Resultate. Aber vielleicht kann ja einer unserer Leser berichten, wie zufrieden er mit seinem Nokia 6720 classic ist. Ab dem zweiten Quartal 2009 ist es ja bereits erhältlich.
Nokia 6720 classic
Hightech für den täglichen Gebrauch
Technisch betrachtet hat das Nokia 6720 classic aber eine Menge zu bieten. Gemäß der Zuordnung zur 6er-Baureihe findet sich hier vor allem eine ausgeprägte Konnektivität. Ob GPRS, EDGE, UMTS oder HSDPA, Bluetooth oder USB – das 6720 classic bietet schnellste Datentransfers. Per HSDPA werden sogar bis zu 10,2 MBit/s erreicht – was noch nicht viele Handys derzeit ermöglichen. Zusätzlich verfügt das Handy über einen GPS-Empfänger für die Nutzung mobiler Navigationssoftware sowie eine 5-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik. Als Betriebssystem kommt Symbian S60 3rd Edition zum Einsatz, so dass auch der Zugriff auf einen gewaltigen Pool an Zusatzsoftware sichergestellt ist.
Trotz seiner hochwertigen Ausstattung ist das Nokia 6720 classic erstaunlich leicht: Mit 110 Gramm hat man kaum das Gefühl, ein satt ausgerüstetes Smartphone in der Hand zu haben. Und das ist für viele Käufer ja auch ein wichtiges Argument. Und mit rund 290 Euro inklusive Mehrwertsteuer kann sich der Preis ebenfalls sehen lassen. Bereits im zweiten Quartal 2009 kann zugegriffen werden...




