In der Welt der Smartphones ist Nokia stark ins Wanken gekommen und droht mit seiner Windows-Strategie zu scheitern. Doch bei den einfacheren Geräten für die breite Masse der Nutzerschaft, vor allem auch in den Entwicklungsländern, sieht das zum Glück noch etwas anders aus. Hier kann Nokia nach wie vor breite Teile des Marktes für sich beanspruchen. Vorerst zumindest. Denn so langsam macht sich auch in diesem Marktsegment die zunehmende Konkurrenz durch Billig-Smartphones bemerkbar.
Anders als bei den Smartphones hat Nokia hier aber rechtzeitig begonnen, entgegenzusteuern. Das bislang sehr schlicht gehaltene Series-40-System soll daher aufgebohrt und in eine Art „Smartphone-Plattform Light“ umgewandelt werden. Der Nutzer soll zumindest in Grenzen Apps zur Auswahl haben und seine Oberfläche individualisieren können – und auf die mittlerweile gewohnte Touchscreen-Bedienung nicht verzichten müssen. Daher soll es künftig neben den Touch&Type-Modellen auch reine Touchscreen-Geräte mit Series 40 geben.
Eines davon könnte nun gesichtet worden sein. Auf der Website der taiwanischen Kommunikationsbehörde NCC (National Communications Commission) sind Bilder eines bislang völlig unbekannten Nokia 311 aufgetaucht, welches ganz offensichtlich über einen frontfüllenden Touchscreen verfügt und im Gegenzug auf jegliche Tastatur verzichtet. Das Online-Magazin „Symbiantweet“ hat die Fotos des Gerätes veröffentlicht. Das Handy wirkt darauf sehr modern, mit klaren gestreckten Linien und einem optisch vom Rest des Handys abgesetzten Fußteil.
Technische Eckdaten wurden leider bislang noch keine mitgeteilt, zumal das Gerät nur auf Umwegen über ein chinesisches Forum an die Öffentlichkeit gelangt ist. Daher ist nur bekannt, dass das neue Einsteigermodell mit einer 3,2-Megapixel-Kamera ausgestattet sein wird. Für alles Weitere werden wir jetzt abwarten müssen. Nur eines dürfte noch als sicher gelten: Nokia stattet seine Einsteigergeräte seit einiger Zeit mit zugstarken 1-GHz-Prozessoren aus. Auch im Nokia 311 dürfte ein solcher zum Einsatz kommen.
14.05.2012






