Motorola gehört zu den Handy-Herstellern, die am meisten mit verschiedenen Bauformen experimentieren. Nun hat das Unternehmen mit dem Motorola Spice XT300 auch noch ein Android-Smartphone ins Portfolio aufgenommen, das vom Stil her stark an das Palm Pre erinnert. Die integrierte QWERTZ-Tastatur wird hier also nicht wie üblich zur Seite hin ausgezogen, sondern nach unten hin. Dadurch fallen die einzelnen Tasten der vierzeiligen Tastatur natürlich etwas beengt aus, dafür ähnelt das Gerät stärker einem herkömmlichen Slider und die Tasten lassen sich auch mit einem Finger bedienen. Allerdings sorgt das auch für einen etwas knubbeligen Formfaktor: Das Spice ist zwar nur 97 Millimeter hoch, aber 61 Millimeter breit und satte 17 Millimeter tief.
Wie schon beim parallel vorgestellten Citrus betont das Unternehmen beim Motorola Spice die ökologisch nachhaltige Produktionsweise. So werde bei der Herstellung des Gerätes zu 25 Prozent auf recycelten Kunststoff zurückgegriffen. Technisch betrachtet bietet das Spice dagegen wenig Bemerkenswertes: Es verfügt über einen 3 Zoll großen Touchscreen, besitzt 256 Megabyte RAM und 512 Megabyte ROM und ist mit GPS, HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s wie auch WLAN ausgestattet. Eine 3-Megapixel-Kamera und ein Media Player sorgen für den Multimedia-Faktor, Stereo-Bluetooth ergänzt das Ganze.
Das Motorola Spice ähnelt damit auch technisch stark dem Palm Pre, arbeitet aber natürlich mit dem Android-Betriebssystem (Version 2.1) anstatt mit webOS. Wer also diesem sehr speziellen Formfaktor etwas abgewinnen kann, hat künftig die Qual der Wahl. Allerdings ist noch unbekannt, wie viel das Motorola Spice kosten wird, das Palm Pre ist derzeit bereits für Preise ab 190 Euro zu haben (Amazon). Das Spice kommt dagegen zunächst in Brasilien für einen noch unbekannten Preis auf den Markt.
07.10.2010
























