Einschätzung unserer Autoren
Motorola Wilder
Billiges Outdoor-Handy ohne Esprit
Auch bei der Outdoor-Fähigkeit langt das Motorola Wilder nicht an ebenfalls schlicht gehaltene Konkurrenten wie zum Beispiel Sonim heran. Während deren Handys auch fließendes Wasser und teilweise sogar ein Untertauchen überleben, ist beim Wilder nur die Rede von Spritzwasser. Immerhin soll das Gerät sehr widerstandsfähig gegenüber Staub und Stößen sein. Als zentrale Ausstattungsmerkmale werden eine billige 2-Megapixel-Kamera, ein FM-Radio, Bluetooth sowie ein 3,5mm-Klinkenstecker bezeichnet. Der nicht nennenswerte interne Speicher kann per microSD-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden, so dass das Handy immerhin als robuster Outdoor-MP3-Player herhalten kann.
Auch die Ausdauer des Wilder fällt mit knapp zehn Stunden Gesprächszeit recht ordentlich aus, obwohl der Akku mit seinen 910 mAh Nennladung vergleichsweise schwach auf der Brust ist. Die Bedienung des Handys erfolgt wie derzeit üblich über einen 2,8 Zoll kleinen Touchscreen, während ein zweites, monochromes Display in Balkenform für die Anzeige von Nachrichten oder Meldungen aus sozialen Netzwerken gedacht ist. Das ist aber leider auch schon das einzig innovative Element am Wilder, ansonsten zeigt das Handy wenig Esprit. Wer unbedingt einen Touchscreen braucht und das teure Defy scheut, könnte geneigt sein, hier zuzugreifen. Ansonsten gibt es zahlreiche Outdoor-Handys mit besserer Ausstattung – auch im Preisbereich zwischen 75 und 100 Euro.