Einschätzung unserer Autoren
Motorola Defy Mini
Technik von der Resterampe
Die Sparvariante des Defy hat somit einen langsameren Prozessor und ein kleines Display mit geringerer Auflösung, aber der Nutzer muss auch bei Speicher und Kamera Abstriche machen. Wobei Abstriche untertrieben wäre: Motorola hat beim Defy Mini kurzerhand auf internen Flashspeicher weitestgehend verzichtet, der Anwender muss sich mit einer microSD-Speicherkarte bis 32 Gigabyte Größe behelfen. Bei der Kamera wiederum heißt es: 3 Megapixel Auflösung, während die bisherigen Defy-Modelle jeweils 5 Megapixeln boten.
Immerhin kann man sich bei der Konnektivität nicht beschweren. Das Defy Mini arbeitet in allen vier GSM-Netzen, bietet EDGE, UMTS und HSDPA und unterstützt WLAN nach 802.11n sowie DLNA. Zudem ist Bluetooth 2.1 vorhanden, ein GPS-Empfänger rundet das Ganze ab. Kopfhörer wiederum können an der Standard-3,5mm-Klinke angesteckt werden. Als Akku findet ein Modell mit 1.650 mAh Nennladung Verwendung, der laut Hersteller bis zu 10 Stunden Dauersprechzeit ermöglichen soll. Als Betriebssystem wird Android 2.3.6 verwendet, ein Upgrade auf Android 4.0 ist ungewiss.
Das Motorola Defy Mini ist wie seine Geschwister nach IP67 zertifiziert und damit staubdicht sowie gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser gewappnet. Mit seinen Abmessungen von 107 x 59 x 13,3 Millimetern wäre das Gerät zwar nicht sonderlich elegant, aber doch angenehm handlich. Schade, dass die Technik so veraltet wirkt. Ein Snapdragon-Prozessor hätte Motorola ein paar Euro mehr gekostet, aber dem Nutzer erheblichen Mehrwert geboten. Leider ist das Defy Mini also keine kleine Ausgabe des normalen Defy+, sondern in jeder Hinsicht jenem unterlegen.
Motorola Defy Mini
Das Outdoor-Smartphone als Miniaturausgabe
Das Handy ist auf der Website der US-amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC aufgetaucht und soll anscheinend das bereits als Nachfolger vorgestellte Motorola Defy+ ergänzen. Ob daraus ähnliche Leistungsdaten abzuleiten sind, ist leider nicht bekannt. Denn Prozessorleistung und Arbeitsspeicher werden in dem Dokument nicht erwähnt. Ein Downgrade gibt es jedoch naheliegenderweise beim Bildschirm: Die Auflösung wird mit HVGA doch eher bescheiden ausfallen, was für eine Bilddiagonale von 2,8 bis 3,2 Zoll spricht.
Weitere Eckdaten, die bereits bekannt sind, beinhalten die Unterstützung für 3G-Datenverbindungen, WLAN, einen GPS-Empfänger und eine 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht. Ferner ist die Rede von einem 3,5mm-Klinkenanschluss und Android 2.3 Gingerbread als Betriebssystem. Da das Handy der Defy-Modellreihe entstammt, kann ziemlich sicher davon ausgegangen werden, dass auch das Mini wieder umfassend vor dem Eindringen von Staub und Feuchtigkeit geschützt sein wird.
Als Erstverkäufer werden in Nordamerika die Netzbetreiber Rogers sowie AT&T genannt, auch auf chinesischen Websites ist das Handy bereits aufgetaucht. Ob auch eine Version für Europa geplant ist, steht derzeit noch nicht fest, dürfte aber doch sehr wahrscheinlich sein. Indes gibt es noch keine konkreten Informationen zu den geplanten Absatzmärkten und dem offiziellen Verkaufsstart. Auch ein Preis verbleibt derzeit noch unbekannt.
