Einschätzung unserer Autoren
Modu Modu 1
Das leichteste Handy der Welt kommt in die EU
Wie bei einem Lego-Bausatz kann der Nutzer das Basistelefon mit weiteren Hüllen versehen, um ihm jeweils das gewünschte Aussehen und neue Funktionalitäten zu verleihen. Das Modu 1 phone selbst ist kleiner als eine Kreditkarte, mit den passenden Jackets wird daraus aber ein Touchscreen-Handy, ein Musik-Handy, ein Wecker oder sogar ein Internet-Tablet zum Surfen mit 3G-Geschwindigkeit. Immerhin hat der Hersteller nunmehr rund ein Dutzend Jackets im Angebot – vor allem deren anfänglich geringe Auswahl hatte in der Vergangenheit in anderen Märkten für Zurückhaltung bei den Kunden gesorgt.
Doch auch die größere Jacket-Auswahl ist kein Erfolgsgarant – trotz des innovativen Konzeptes. Denn das Modu 1 phone soll nicht weniger als 150 Euro kosten, was für das Basistelefon ohne jegliche Zusatzfunktionalitäten erschreckend viel ist. Über den Preis der einzelnen Jackets gibt es leider keine Information.
Modu Modu 1
Heute Musik-Handy, morgen GPS-Empfänger
Das wandlungsfähige Mobiltelefon erlaubt auf diese Weise die Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse und die Minimierung der Bedienelemente auf das Notwendige. Es wird statt einem Handy nur ein GPS-Empfänger benötigt? Schon reduzieren sich Gehäuse und Bedienelemente auf wenige Tasten und das Display. Man möchte einen schicken Slider mit Betonung des MP3-Players? Kein Problem: Das dazugehörige Jacket bietet Style und entsprechend angepasste Steuerungselemente.
So zumindest die Zukunftsvision. Denn auch, wenn das Modu phone nun für den nahen Osten in die Produktion gegangen ist, gibt es zwei große Nachteile des Konzeptes. Erstens ist die grundlegende Ausstattung des Basisgerätes mit einem 1,3 Zoll kleinen OLED-Display, der Beschränkung auf GPRS/EDGE, dem begrenzten proprietären Betriebssystem und einem nur 530 mAh messenden Akku sehr beschränkt, wodurch auch den Möglichkeiten der Transformation enge Grenzen gesetzt sind. Zweitens sind derzeit nur sehr wenige Jackets verfügbar, die Modularität beschränkt sich noch stark auf das Design des Mobiltelefons, weniger auf seine Funktionalität. Natürlich hat das Konzept seinen Charme, aber ob es wirklich so revolutionär unterschiedliche Handys erlaubt? Da darf man seine Zweifel haben.