Der hierzulande noch relativ wenig bekannte Handy-Hersteller Micromax hat mit dem A52 ein neues Einsteigermodell für Android-Interessierte vorgestellt, das vor allem mit seinem starken Prozessor wirbt. Für ein Einsteigermodell sind 1 GHz Taktrate in der Tat eine erfreuliche Überraschung, die bislang nur ganz wenige Hersteller bieten. Selbst große Namen wie HTC und Samsung sind sich nicht zu schade, immer noch neue Modelle mit mageren 600 oder 800 MHz Taktrate anzubieten.
Das Ganze wäre in der Tat ein bemerkenswertes Kaufargument, wenn da nicht der Pferdefuß mit dem Arbeitsspeicher wäre. Denn der beträgt beim A52 nur 256 Megabyte und ist damit auf dem Niveau von Geräten aus den Jahren 2009 oder 2010. Und genau deshalb ist das A52 auch eine Luftnummer: Da der Arbeitsspeicher für Android-Handys erheblich wichtiger ist als der verwendete Prozessor, muss man hier leider bei grafisch anspruchsvollen Apps oder insbesondere mehreren parallel geöffneten Apps mit Rucklern bei der Bedienung rechnen.
Das ist auch der Grund, warum letzten Endes dann doch ein Einsteigermodell mit 800 MHz Taktrate und 512 Megabyte RAM dem A52 klar vorzuziehen ist. Denn auch ansonsten kommt das Handy nicht an die Konkurrenz heran. So bleibt das Display mit nur 3,2 Zoll Bilddiagonale und mageren 240 x 320 Pixeln Auflösung (QVGA) weit hinter den Möglichkeiten zurück, während die 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite allenfalls für gelegentliche Schnappschüsse gut ist, die das Telefonbuch bestücken sollen.
Auch bleibt dem Nutzer nicht viel Platz für die individuelle Entfaltung. Das Micromax A52 besitzt nur 160 Megabyte freien Speicher, da haben nicht viele Apps Platz. Und längst können noch nicht alle Apps auf einer Speicherkarte ausgelagert werden. Nicht zuletzt arbeitet das Handy nur mit Android 2.3.6. Gingerbread, das nun doch in die Jahre kommt. Kurz: Das Micromax A52 posiert hübsch mit einem 1-GHz-Chipsatz, kann abseits dessen aber nur sehr wenig Substanz vorweisen.
15.06.2012

























