Beim 42-Zöller Primus 42 3D Media twin R, der als Primus 55 3D Media twin R auch in 55 Zoll erhältlich ist, geht Metz in die Vollen: Der LCD-Fernseher hat einen Twin-Tuner für alle drei Empfangswege und eine 750 Gigabyte große Festplatte für TV-Aufnahmen an Bord.
Dank doppeltem Empfangsteil kann man parallel zur Wiedergabe eines Senders ein zweites Programm auf die eingebaute Festplatte mitschneiden. Weil die Tuner den MPEG4-Standard unterstützen, sind HDTV-Sender kein Problem für den Metz. Allerdings nur via DVB-C oder DVB-S2, denn in Deutschland werden die HD-Programme noch nicht terrestrisch ausgestrahlt. Wer nicht auf Bezahlsender verzichten will, platziert passende CAM-Module und die Smartcards der gewünschten Anbieter in den dafür vorgesehenen CI-Plus-Schächten. Externe AV-Quellen werden über vier HDMI-Eingänge und einen DVI-I-Eingang, per Komponente beziehungsweise über zwei Scart-Buchsen mit dem Flachbildschirm verbunden, außerdem hat das Unternehmen aus Zirndorf einen optischen Digitalausgang und einen Centerkanaleingang verbaut. Über den Ethernet-Anschluss bringt man Multimedia-Dateien aus dem Heimnetz auf den Fernseher und kann dank HbbTV-Unterstützung auf die Mediatheken der TV-Sender zugreifen. Alternativ lassen sich die komprimierten Video-, Foto- und Musikdateien von einem externen USB-Speicher abspielen. Das Panel bietet die volle HD-Auflösung von derzeit 1920 x 1080 Pixeln, hat eine Reaktionszeit von fünf Millisekunden, arbeitet mit einer 200 Hertz-Schaltung, wird mit LEDs hinterleuchtet und soll ein maximales Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 erreichen. In Sachen 3D-Wiedergabe setzt Metz auf eine zirkulare Polfitertechnik, dank der man keine schweren und mithin unbequemen Shutterbrillen kaufen muss, sondern leichte Polfiterbrillen einsetzen kann. Zwei der vergleichsweise günstigen 3D-Brillen sind im Lieferumfang enthalten. Das Gerät soll außerdem in der Lage sein, normale 2D-Inhalte in Bilder mit räumlicher Tiefenwirkung umzurechnen. Auch mit Blick auf die äußere Erscheinung ist der Fernseher ein echter „Primus“: So darf man sich auf Edelstahl-Komponenten, auf eine entspiegelte Kontrastfilterscheibe, auf Sensor-Bedienelemente und auf ein optisch abgesetztes Soundmodul freuen.
Von der Möglichkeit, auf YouTube-Videos und ähnliche Online-Dienste zuzugreifen, ist beim Hersteller keine Rede. Ansonsten punktet das Gerät mit einer mehr als üppigen Ausstattung. Der Primus wird in vier verschiedenen Versionen angeboten, von der Wandlösung ohne Soundmodul (3999 Euro) bis hin zu einer Variante mit Soundmodul und Standfuß zur freien Platzierung im Raum (4799 Euro). Die Einschätzungen der Fachmagazine lassen noch auf sich warten.
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- Erschienen: 31.08.2011 | Ausgabe: 9/2011
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