Einschätzung unserer Autoren
Medion GoPal P4635 (Europa)
Per Live-Dienst einen Tisch im Lieblingsrestaurant sichern
Die zweite Erweiterung könnte auf der Fahrt zum Restaurant oder auf dem Nachhauseweg wichtig werden. Denn für 9,95 Euro bietet die Live-Funktion nun auch einen Blitzerwarndienst an, den Medion Red Alert nennt – Roter Alarm. Die Datenbank des Warndienstes wird über die Online-Funktion ständig aktualisiert. Wer selbst eine Blitzstation melden möchte, muss dies allerdings über eine spezielle Handyapplikation tun.
Der Restaurant-Service wiederum steht 24 Monate nach dem Kauf des Navis kostenlos zur Verfügung – dankenswerterweise, denn er dürfte nicht wenige dazu verführen, noch öfter als bisher einen kleinen Abstecher zum Lieblingsitaliener zu machen, der nun nicht mehr unbedingt „um die Ecke“ liegen muss.
Medion GoPal P4635 EU+
Auslieferung des Navis mit Live-Funktion im September 2009
Beim GoPal P4635 wird der über SIM-Karte laufende Internetdienst mit Abfragemöglichkeiten von Wetter- und Stauinformationen, etwa 16.000 Tankstellen mitsamt den aktuellen Benzinpreisen sowie rund 300 kostenpflichtigen Parkplätzen im ersten Jahr nach Kauf kostenlos sein. Danach verlangt Medion 4,95 Euro im Monat für die Echtzeitinformationen, in einem Jahresabonemment wird’s billiger: 49,95 Euro. Zum Vergleich: Bei TomTom kostet das „Live“-Feature ab dem dritten Monat 10 Euro, bei Garmin ist er ebenfalls ein Jahr umsonst, bevor 79 Euro für ein ganzes Jahr fällig werden. Navigon wiederum verkauft den Live-Dienst für das 8450 Live und das 6350 Live ebenfalls in einem Abo. Ein Jahr kosten hier 80 Euro (bei Registrierung: 60), ein Zweijahres-Abo 140 Euro (105 Euro). Doch die Preise allein sagen noch nichts darüber aus, ob sich die Internetdienste auch tatsächlich vergleichen lassen. Insbesondere die Verkehrsinformationen via Internet stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses. So hat sich der HD-Traffic-Dienst von TomTom in einigen Tests schon gut bewährt. Die Staumeldungen von Medion werden ebenfalls wie HD-Traffic Bewegungsmuster von Handys auswerten. Ob dies genau so gut klappt, wird das GoPal P4635 beweisen müssen.
Zur weiteren Ausstattung des GoPal P4635 gehören außerdem TMCpro, eine Sprachsteuerung und ein Geschwindigkeitsratgeber (vulgo: Geschwindigkeitswarner) – zusätzlich zum bereits angekündigten Fahrspurassistenten. Und den Preis für das GoPal P4635 hat Medion ebenfalls genannt. Es wird mit 350 Euro in den Verkauf starten.
Medion GoPal P4635 EU+
Navigationssystem mit GMS-Modul für Echtzeitinformation
Die Verkehrs-Informationen selbst werden von einem Service des Kartenhersteller Navteq bereitgestellt. Dieser werten nicht nur die für TMCPro üblichen Daten von Infrarotsendern unter Brücken, Induktionsschleifen und ungefähr 50.000 Fahrzeugen aus, sondern nutzt auch die „Schwarmintelligenz“ von Handys. Das System zeichnet – ähnlich wie TomToms HD-Traffic – Bewegungsdaten von Handynutzern aus, um aus ihnen Rückschlüsse auf die Verkehrsdichte zu ziehen. Bei TomTom hat sich das System schon ziemlich bewährt.
An weiteren – insgesamt jedoch noch recht dürftigen – Informationen über das GoPal P4635 ist bekannt, dass das Navis per Sprachbefehle gesteuert werden kann, Text-to-Speech (Ansagen von Straßennamen) beherrscht sowie einen Fahrspurassistent an Bord hat. Als Erscheinungstermin hat Medion für das GoPal P4635, das übrigens über einen 4,3-Zoll-Bildschirm verfügt, Juni 2009 im Visier. Das Navi wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt zusammen mit den „Live“-Navis von TomTom (Go 740 Live, Go 940 Live) erst das dritte System mit Mobilfunkdiensten.








