Mit dem Erazer X6813 konnte Medion schon beweisen, dass Spielen auf einem Notebook nicht unmöglich teuer sein muss und platzierte das starke Gamerbook in der 1.000-Euro-Region. Am 18.7.2011 beginnt der Verkauf des neuen Konkurrenten aus eigenem Hause in deutschen Aldi-Filialen. Die Anschaffungskosten wurden beim Erazer X6816 deutlich auf 699 Euro gesenkt und eine kleine technische Abmagerungskur durchgeführt.
Das teure Full-HD-Display musste einem spiegelnden 15,6 Zoller mit 1.366 x 768 Bildpunkten weichen, was viele nicht stören wird, die einen großen Monitor anschließen können via HDMI in den Genuss der hohen Auflösung kommen können. Wenn nativ keine Blu-ray-Darstellung möglich ist, braucht ein Notebook auch keinen Player für die Bläulinge – Einsparung Nummer Zwei. Und zusätzlich hat der Hersteller noch 2 GByte Arbeitsspeicher im Vergleich zum Vorgänger abgeknapst, um ein echtes Schnäppchen aus dem X-6916-Gamerbook machen zu können. Trotz Technik-Diät und drastischer Reduzierung der Anschaffungskosten muss der Käufer nicht auf die Performance verzichten, die ein Notebook für PC-Spieler ausmacht.
Als Herzstück blieb der Intel Core i7-2630QM erhalten, der mit vier physikalischen Kernen und vier virtuellen starke acht Threads und somit beste Performance ermöglicht. So viel Power will auch vom flotten Arbeitsspeicher unterstützt werden, die hier mit 6 GByte präsent sind und immer noch genügend Spiel-Reserven bieten. Hauptverantwortlich für Game-Darstellung zeichnet eine Nvidia GT555M Grafikkarte, die unter DirectX 9 gute (40 FPS) und unter DirectX 11 noch spielbare (30 FPS) Bildraten liefert. Im Zusammenspiel mit Nvidias Optimus-Technologie schaltet die Grafikkarte ab, sobald keine Höchstleistungen mehr benötigt werden. Dann übernimmt der sparsame Intel Grafikchip im Prozessorkern seine Arbeit und ermöglicht durch den 8-Zellen-Akku eine sehr gute Laufzeit von 3,5 Stunden ohne Steckdose. Man bedenke bei diesem Wert, dass es sich hier um eine kleine Rennmaschine handelt und nicht um ein Netbook oder sonstige Stromsparer. Unter Last produziert das neue Akoya-Gamer-Notebook einiges an Abwärme, die dann deutlich hörbar aus dem Gehäuse transportiert werden muss. Leider hat Medion noch nicht bemerkt, dass die Hochglanzoptik nicht mehr gefragt ist und verbaut noch immer diese rundum glänzenden Geräte, die keinen Außeneinsatz durchstehen.
Der Käufer eines Erazer X6816 muss auch nicht auf die neue USB-3.0-Technik verzichten und findet gleich zwei Ports für den Anschluss schneller Festplatten vor, falls die rund 700 GByte große Platte nicht ausreichen sollte. HDMI und digitale Audio-Buchsen machen das Notebook auch für andere multimediale Einsätze fit. Unterm Strich ein echtes Schnäppchen.
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- Erschienen: 18.07.2011
- Details zum Test
„sehr gut“
Preis/Leistung: „sehr gut“











