Als das LG Optimus Net vorgestellt wurde, stand fest: Die Europäer erhalten die „langweiligste“ Form des neuen Android-Smartphones der Südkoreaner. Denn das Handy wurde in drei Versionen angekündigt, von denen die eine mit zusätzlicher Hardware-Tastatur und die andere mit zweitem SIM-Karten-Steckplatz locken konnte. Doch während die Tastaturvariante für Nordamerika angekündigt wurde und die Dual-SIM-Version für Brasilien, China und Südostasien, erhielten die Europäer nur die Version ohne Extras. In der Tat wurde das Modell mit Dual-SIM-Funktionalität denn auch zunächst als LG Optimus Net Dual nur in Brasilien vorgestellt, womit sich die Angelegenheit erledigt zu haben schien.
Doch nun wurde bekannt, dass das Handy auch in weiteren Märkten angeboten werden soll. So wird es die begehrte Dual-SIM-Version des Optimus Net künftig auch in Russland zu kaufen geben, das bislang nur mit der herkömmlichen Version versorgt werden sollte. Offenbar hat die starke Nachfrage nach Dual-SIM-Geräten hier für ein Umdenken bei LG Electronics gesorgt. Das Handy wird dort als LG Optimus Link Dual auf den Markt kommen und umgerechnet rund 216 Euro kosten – das ist nicht viel mehr als der Marktpreis des Optimus Net beträgt.
Die Ausstattung ist bis auf den zweiten Kartensteckplatz mit dem Original identisch. Der Kunde erhält also den Bonus ohne jegliche Einbußen bei der restlichen Ausstattung: So finden sich ein 3,2 Zoll großes HVGA-Display, eine 3,2-Megapixel-Kamera und ein 800 MHz starker Prozessor. Zur Datenübertragung stehen WLAN und HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s bereit, Bluetooth 3.0 und ein Anschluss für 3,5mm-Klinkenstecker komplettieren die Konnektivität. Der interne Speicher fällt mit 150 Megabyte zwar sehr mau aus, er kann aber via microSD-Speicherkarte erweitert werden.
Nun ist die zentrale Frage: Wird es das LG Optimus Link vielleicht auch noch im Rest Europas zu kaufen geben? Damit würde das eigentlich als Einsteiger-Smartphone geltende Gerät mit einem Schlag zu einem der besten verfügbaren Dual-SIM-Smartphones, denn deren Anzahl ist leider hierzulande noch erschütternd klein. Zu den weiteren Planungen ist aber bislang noch nichts weiter bekannt.
05.12.2011




























