Früher, da verbesserten noch „Hippies“ die Welt. Heute übernehmen Monitore wie der LG Electronics L206WTQ diese mühevolle Aufgabe. Mit integrierten Bildverbesserern arbeiten sie unablässlich daran, Bildsignale zu optimieren. Das Ziel ist dabei dasselbe: Die Welt in knallige Farben zu tauchen.
Nüchtern betrachtet, bietet der LG Electronics L206WTQ-SF erstaunliche Leistungswerte, die im Herstellerdatenblatt etwas pompös mit dem Wörtchen „Ultra“wiedergegeben werden. Ultraschnell sind zum Beispiel die 2 Millisekunden, mit denen das Panel von Grau zu Grau umschält. Für PC-Spieler sind solche Werte Zauberwörter. Der ultrahohe Kontrastwert von 5.000:1 wiederum nimmt User ins Visier, die mit dem HD- und HDCP-fähigen Bildschirm gestochen scharfe Videos betrachten wollen. Oder viel mit Bildbearbeitung und Grafik arbeiten.
Und hier beschleichen mich Zweifel. Ich mag ja noch glauben, dass der „f-engine“ genannte Bildchip laut Hersteller „farbenprächtigere, kontrastreichere, schärfere und damit auch realistischere Bilder“ generiert. Und deshalb der Video- und Spielspaß am PC optisch verbessert wird. Leider erschwert die nicht abschaltbare elektronische Bildregelung aber auch die farbgenaue Kalibrierung des Monitors für Bildbearbeitungen. Auf Foren werden schon fleißig optimale Einstellungswerte ausgetauscht – Sorry, aber mir ist das zu mühsam.
24.04.2008























