So langsam kommt der LTE-Zug ins Rollen: Die neue Datentransfertechnologie findet Eingang in immer mehr Endgeräte. Neuestes Beispiel ist das nun für den US-amerikanischen Netzbetreiber MetroPCS angekündigte LG Esteem, das neben den üblichen 3G-Datenverbindungen auch solche via LTE unterstützt. Auch ansonsten wirkt das Handy recht ordentlich, wenngleich das Design (vergleiche die Bilder auf Unwired View) reichlich konservativ wirkt und nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöst.
Das Esteem besitzt aber eine gute Allrounder-Ausstattung, die bei einem 1 GHz starken Qualcomm-Prozessor anfängt und über ein 4,3 Zoll großes Display mit 480 x 800 Pixeln Auflösung sowie A-GPS bis hin zu einer 5-Megapixel-Kamera mit 720p-HD-Videofähigkeit reicht. Eine Frontkamera mit 1,3 Megapixeln Auflösung erlaubt zudem die Videotelefonie, der interne Speicher zeigt sich mit 8 Gigabyte recht üppig und kann zudem via microSD-Speicherkarte um bis zu 32 Gigabyte aufgestockt werden.
Das mit Android 2.3 laufende Esteem zeigt sich also als solides Mittelklasse-Modell, das zudem mit 349 US-Dollar (derzeit rund 260 Euro) erfreulich preiswert wäre. Es hat nur ein wesentliches Problem: seinen kurzen Atem. Denn selbst der Hersteller gibt lediglich eine Sprechzeit von bis zu 3,5 Stunden an, die Stand-by-Zeit fällt mit 200 Stunden ähnlich mau aus. Das ist für ein modernes Smartphone schlichtweg zu wenig, zumal die Erfahrungen zeigen, dass die Herstellerangaben stets spürbar über dem realen Niveau liegen – im Labor lassen sich unter idealen Bedingungen halt einfacher gute Resultate erzielen.
Und so steht zu befürchten, dass das LG Esteem als eines der ersten erschwinglichen LTE-Smartphones letzten Endes doch für viel Frust bei seinen Nutzern sorgen wird. Unbekannt ist zudem, ob und wann wir das Gerät zu Gesicht bekommen. Es wurde bislang nur für MetroPCS angekündigt, ist aber auch schon als LG Bryce für andere Netzbetreiber im Gespräch gewesen. Das impliziert, dass das Handy kein Exklusivmodell ist – aber ob dem wirklich so ist, werden wir erst in den kommenden Wochen erfahren.
26.09.2011

























