Im Unterschied zu den meisten Consumer-Modellen lässt sich der E2210T in der Höhe verstellen sowie in den Porträtmodus, also um 90 Grad, drehen. Der von LG Electronics vertriebene Bildschirm bietet sich daher mehr als seine Kollegen, die sich in der Regel höchstens minimal neigen lassen, als reiner Arbeitsmonitor für den Einsatz am Schreibtisch an, zumal er nur ein paar Euro mehr kostet.
Ergonomische Eigenschaften, also die Möglichkeit, den Bildschirm auf die Blickposition des Betrachters einzustellen anstatt umgekehrt, finden sich recht selten unter den Bildschirmen für den breiten Markt. Sind jedoch vorhanden, etwa in Form einer Höhenverstellbarkeit oder dem Pivot-Modus, macht sich dies meistens negativ in einem kräftigen Aufschlag bemerkbar. Der LG stellt eine schöne Ausnahme von dieser Regel dar: Das ergonomische Display kommt derzeit auf etwa 150 Euro, die Differenz zu einem Bildschirm mit einem starren Standfuß fällt also mit rund 20 bis 30 Euro vergleichsweise harmlos aus – bedenkt man, welche Vorteile sich aus der Ergonomie des Bildschirms für den User am Arbeitsplatz ergeben.
Der LG schert aber noch aus einem weiteren Grund aus der Riege der Consumer -Modelle aus. Die Auflösung des Bildschirms beträgt nämlich die vormals für das 22-Segment charakteristischen 1.680 x 1.050 Bildpunkte – gängig sind derzeit Full-HD, also 1.920 x 1.080 mit einem Seitenformat von 16:9, während der LG ein Seitenverhältnis von 16:10 besitzt. Die Vorteile für den User bestehen in diesem Fall darin, dass der Monitor ein speziell bei Office-Anwendungen spürbares Plus an Bildschirmfläche in der Höhe bietet, und dass Schriften und Symbole nicht so klein ausfallen wie bei einer Full-HD-Auflösung. Nicht ohne Grund erfreuen sich deshalb 16-10-Modelle aus dem 22-Zoll-Segment nach wie vor großer Beliebtheit – obwohl (oder auch gerade) weil sie auf dem Markt immer seltener werden.
Schlussendlich sorgen aber auch die LEDs als Hintergrundbeleuchtung dafür, dass der LG besonders angenehm für die Augen ist – in Tests hat sich nämlich gezeigt, dass sie in dieser Hinsicht den älteren Bildschirmen, die noch mit Kaltkathodenröhren arbeiten, überlegen sind.
Unterm Strich kann der LG daher mit Fug und Recht als Arbeitsplatz-Monitor empfohlen werden, die Mehrinvestition zahlt sich auf Dauer aus. Das Gerät ist in schlichtem Weiß (Amazon) oder ganz in Schwarz (Amazon) für jeweils 150 Euro zu haben, und dass LG darauf verzichtet hat, das Gehäuse vor der Auslieferung auf Hochglanz zu wienern, werden etliche Kunden dem Hersteller mit Sicherheit ebenfalls hoch anrechnen.
21.09.2011
























