Der US-Ableger der Deutschen Telekom, T-Mobile USA, hat wie erwartet das LG DoublePlay vorgestellt. Das neue Android-Smartphone soll dem Nutzer das Multitasking erleichtern, indem er auf zwei Displays gleichzeitig arbeiten kann. Als Beispiel nennt der Provider die Möglichkeit, die eigenen Facebook-Seiten zu aktualisieren, während man parallel im Internet surft, textet oder seine E-Mails abruft. Damit begegnet T-Mobile Gerüchten, wonach das kleine Zusatzdisplay nur der Menübedienung dient. Vielmehr kann damit offensichtlich auch richtig gearbeitet werden. Groß genug ist es dazu auch: Das mittig zwischen den Tasten der ausziehbaren QWERTZ-Tastatur gelagerte Display misst 2 Zoll in der Bilddiagonale – immerhin so viel wie bei einem einfachen Handy-Modell im klassischen Barrenformat.
Der Haupt-Touchscreen wiederum ist mit 3,5 Zoll noch einmal deutlich größer bemessen und entspricht der Größe des Apple iPhone 4S. Zur Auflösung haben LG Electronics oder T-Mobile leider nichts verraten, sie dürfte aber spürbar unterhalb derjenigen des iPhones liegen. Denn das LG DoublePlay ist mit einer eher mittelmäßigen Hardware ausgestattet: Im Inneren arbeitet ein 1 GHz starker Standard-Prozessor mit nur einem CPU-Kern, als herausragendes Multimedia-Merkmal wie die 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht und HD-Videofähigkeit (720p) genannt. Als Betriebssystem kommt Android 2.3 Gingerbread zum Einsatz.
All das findet man aber auch in jedem anderen Mittelklasse-Smartphone derzeit. Der Fokus des LG DoublePlay liegt ganz eindeutig auf der schnellen Bearbeitung von Texten und dem parallelen Arbeiten auf dem Hauptbildschirm, während man mit dem unteren seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken verfolgt. Über das geteilte Tastaturlayout sind sich die Beobachter aber noch uneinig: Während einige die Pfiffigkeit der Idee hervorheben, ein zweites Display unterzubringen, kritisieren viele die dadurch sehr enge Tastenausstattung. Um eine Taste wirklich zu treffen, müsse man schon sehr feingliedrige Finger besitzen. Allerdings könnte das Zusammenrücken der Tasten am jeweils rechten und linken Rand auch bedeuten, dass sie leichter zu erreichen sind als bei herkömmlichen Anordnungen, wo für bestimmte Buchstaben stets umgegriffen werden muss.
Ein Preis wurde leider noch nicht verkündet. Angesichts der einfacheren Ausstattung dürfte sich dieser aber in erträglichen Regionen bewegen. Das Handy wird ab dem 2. November 2011 in den USA erhältlich sein, ob es von T-Mobile auch hierzulande angeboten werden wird, steht dagegen noch nicht fest.
18.10.2011
























