Die Bedientasten des S515 können mit häufig wiederkehrende Aufgaben, etwa dem Versenden eines Scans per E-Mail, belegt werden. Diese vom Hersteller „One-Touch-Shortcuts“ genannte Funktion sowie die Option, das Gerät sowohl kabelgebunden als auch kabellos in ein Netzwerk zu integrieren, unterscheiden den neuen Multifunktionsdrucker von Lexmark von seinen beiden Brüdern Lexmark S315 (rund 100,- auf Amazon) und Lexmark S415, die der Hersteller ebenfalls Anfang 2012 neu in sein Sortiment aufgenommen hat.
Zielgruppe der drei neuen Multifunktionsdrucker sind sowohl Privatnutzer als auch kleinere (Heim-) Büros. Das Topmodell der Serie ist speziell für den Einsatz innerhalb von Arbeitsgruppen mit der Option ausgestattet, entweder via Ethernet-Kabel oder kabellos via WLAN-Router in ein Netzwerk eingegliedert zu werden. Über den Router kann der Drucker natürlich auch von mobilen Endgeräten, sofern sie im Netzwerk angemeldet sind, benutzt werden. Die Option hingegen, ihn jederzeit und von jedem Ort aus via Internet anzusprechen, wie dies bei einigen anderen Konkurrenten der Fall ist, steht jedoch nicht zur Verfügung.
Darüber hinaus beherrscht der Lexmark den beidseitigen Druck und besitzt eine automatische Dokumentenzufuhr, damit Vorlagen stapelweise abgearbeitet werden können. Beide Funktionen sind im Büroalltag unverzichtbar. Größere Druckaufträge wiederum sind nur bedingt das Terrain des Geräts. Zum einen nämlich lässt er sich relativ viel Zeit – das Drucktempo gibt Lexmark mit maximal 6 Farb- sowie 10 S/W-Seiten in der Minute an. Außerdem beläuft sich der Papiervorrat auf lediglich 100 Blatt, die zudem noch nicht einmal in einer geschlossenen Papierkassette vor Staub geschützt lagern, sondern in einer offenen Zufuhr. Aber auch der vergleichsweise hohe Tintenverbrauch spricht gegen den Einsatz des Lexmark als reines, fleißiges Arbeitsgerät. Wird er mit den Standardpatronen bestückt, kommt eine A4-Seite in Farbe ungefähr auf satte 20 Cent, eine Seite S/W wiederum auf 5 Cent. Doch selbst die XL-Version der Patronen schafft das Problem nicht aus der Welt: Die bei ihnen anfallenden (rein rechnerisch ermittelten) 12 / 3,6 Cent sind für Privatkunden, die nur gelegentlich drucken, zwar vertretbar. Liegt das monatliche Druckvolumen hingegen locker im vierstelligen Bereich, sollte man sich solche Beträge nicht freiwillig zumuten.
Streng genommen ist daher der neue 4-in-1-Multifunktionsdrucker – er versteht sich nämlich auch auf das Versenden/Empfangen von Fax – weder Fisch noch Fleisch. Für viele Privatanwender wird er zu gut ausgestattet sein und ist außerdem nur bei der Verwendung der XL-Patronen wirtschaftlich, während die Ausstattung für den Büroeinsatz zwar passt, die Wirtschaftlichkeit aber sogar noch deutlicher zu wünschen übrig lässt. Man darf also gespannt sein, wie die ersten Fachmagazine ihrerseits den neuen Multifunktionsdrucker von Lexmark beurteilen werden, für den der Hersteller übrigens rund 170 EUR veranschlagt hat, die ihn ebenfalls nicht unbedingt reizvoller erscheinen lassen.
03.02.2012




























