Nein, der LS1951 wide beabsichtigt nicht, ein besonders raffiniert ausgestatteter Bildschirm zu sein. Der 19-Zöller, den Lenovo ab August 2011 hierzulande unter die Leute zu bringen versucht, will primär ein effektiver, zugleich aber auch recht ansehnlicher Monitor sein, der auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht.
Allzu viele technische Daten über den Monitor hat der Hersteller zwar noch nicht bekanntgegeben, was aber letztendlich auch kein großes Problem darstellt. Denn der Bildschirm fügt sich nahtlos in die Riege der aktuellen 19-Zöller ein, denen ein Breitbild eigen ist, und die außerdem mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet sind. Ersteres mag in den Augen etlicher User für einen Bildschirm, der primär für den Einsatz auf einem Büroschreibtisch gedacht ist, ein gewichtiges Gegenargument sein – das 16:9-Seitenverhältnis beraubt den Bildschirm doch massiv um Arbeitsfläche in der Höhe, auf die Office-Anwendungen nun mal eben angewiesen sind. Monitore mit einem Seitenverhältnis von 4:3 beziehungsweise 5:4 werden aber immer seltener, weswegen man sich über kurz oder lang mit dieser Entwicklung abfinden muss.
LEDs als Hintergrundbeleuchtung wiederum stellen eine Entwicklung dar, die dem User tatsächlich einen Vorteil bringt. Die Ausleuchtung fällt insgesamt homogener aus und ist auf Dauer auch für die Augen angenehmer. Dass mit ihr niedrige Stromkosten einhergehen, ist ebenfalls ein Vorzug der Technologie, der allerdings aufgrund der geringen Bildschirmdiagonalen nicht so gravierend ausfällt wie etwa bei den beliebten 22- und 24-Zoll-Bildschirmen. An Anschlüssen wiederum sind eine analoge VGA- sowie eine digitale DVI-Schnittstelle vorhanden, ergonomische Fähigkeiten wie etwa eine Höhenverstellbarkeit bietet der 19-Zöller dafür leider nicht.
Der spartanischen, aber für den Allroundeinsatz im Büro vollkommen ausreichenden Ausstattung korrespondiert ein betont schlichtes Design, das lediglich mithilfe einer rundum laufenden silbernen Zierleiste ein bisschen optisch aufgepeppt ist. Nicht jedem Kunden wird es allerdings gefallen, dass das Gehäuse mit einer Klavierlackschicht überzogen ist – zum einen muss diese öfter wieder mittels Putzlappen auf Vordermann gebracht werden, zum anderen können sich in ihr auch Sonnenstrahlen unangenehm reflektieren.
Lenovo wird den 19-Zöller bei seinem Verkaufsstart mit einem Preisschild von 129 Euro ausstatten, de facto wird der Bildschirm bei den diversen Internethändlern bald in Richtung 100 Euro abrutschen – alles andere wäre ungewöhnlich beziehungsweise kontraproduktiv für den Verkauf: Viel mehr als 100 bis 110 Euro darf, ja sollte sogar nämlich ein spartanischer 19-Zöller vom Schlage des Lenovo, selbst wenn er schön ist, nicht kosten.
15.08.2011























