Einschätzung unserer Autoren
Kogan Agora
„Weit entfernt davon, tot zu sein“
Diesem Bericht zufolge soll die neue Version des Agoras aber nicht mehr mit 2,5-Zoll-Display und vollwertiger QWERTY-Tastatur auf der Gerätefront kommen, sondern mit einem riesigen 3,8-Zoll-Touchscreen. Dieser werde beim neuen Kogan Agora für alle Geräteeingaben genutzt und ersetze daher vollkommen das physische Tastenfeld.
Beim alten Kogan Agora hatten angeblich Inkompatibilitäten verschiedener Android-Anwendungen die Markteinführung verhindert. Diese hätten vom kleinen Display des Agoras nicht dargestellt werden können. Der größte Vorteil des Kogan Agora wäre indes sein ausgesprochen niedriger Preis gewesen – auch jetzt noch wären 150 Euro für ein Android-Smartphone unschlagbar günstig. Es bleibt daher abzuwarten, ob dieser Preisvorteil auch beim neuen Modell bestehen bleibt. Angesichts eines HighEnd-Displays dieser Größe darf das aber angezweifelt werden.
Kogan Agora
Doch kein super-günstiges Android-Smartphone
Diese leide ebenso wie der große Bruder an Inkompatibilitäten verschiedener Android-Anwendungen. Diese würden in der Regel für die Bildschirmgrößen und Auflösungen programmiert, die das Kogan Agora mit seinem kleinen QVGA-Display nicht darstellen könne. Daher werde auch die Standard-Ausführung des Smartphones nicht versandt, obwohl man sich bereits in der finalen Entwicklungsphase befunden habe.
Damit ist das Kogan Agora tatsächlich an genau dem Problem gescheitert, das wir schon angesichts der ersten Live-Bilder des Mobiltelefons befürchtet hatten. Da wirkte das User Interface ausgesprochen beengt für ein Betriebssystem wie Android, das eigentlich auf leichte Fingereingaben optimiert ist. Der Rückzieher ist für Kogan derweil reichlich peinlich – meldete doch die ganze Medienwelt das Kogan-Smartphone bereits als das zweite Android-Handy. Zwar kündigte Kogan eine neue Version für die kommenden Monate an, doch „auf unbestimmte Zeit verschoben“ klingt doch immer sehr nach einem dauerhaften Rückzieher...
Kogan Agora
Live-Bilder des Android-Handys
Optisch präsentiert sich das Kogan Agora wie ein Motorola Q oder ein Samsung BlackJack. Das Android-Phone besitzt ein großzügiges QWERTY-Tastenfeld, aber nur ein relativ kleines QVGA-Display. Auf den Bildern ist denn auch zu sehen, dass das User Interface ein wenig beengt wirkt. Ob das Kogan Agora also die ideale Wahl für ein Android-Handy mit seiner auf leichte Fingereingaben optimierten Benutzeroberfläche ist?
Kogan Agora
Schnelles Smartphone zum Spottpreis
Das Kogan Agora kostet nur 299 australische Dollar, was umgerechnet etwa 150 Euro entspricht. Dafür erhält der Kunde ein Android-Smartphone, das dank eines 624-MHz-Prozessors zu Höchstleistungen fähig ist und sicherlich nicht wie viele andere Smartphones kriechende Sekunden benötigt, um eine Eingabe umzusetzen. Mit Datenverbindungen via EDGE, UMTS und HSDPA ist das Mobiltelefon zudem gut gerüstet für das Surfen im Internet und das Versenden und Empfangen umfangreicher E-Mails. WLAN ist allerdings nicht vorhanden und auch das Touchscreen-Display fällt mit 2,5 Zoll etwas klein aus. Dafür erhält man ähnlich einem BlackBerry oder einem Nokia-E-Series-Handy eine QWERTY-Tastatur für schnelle Texteingaben.
Hinsichtlich Multimedia muss man dagegen kürzer treten: Das Kogan Agora hat offenbar anders als der größere Bruder Agora Pro keine eingebaute Digitalkamera und kein integriertes GPS-Modul. Auch der MP3-Player zeigt sich angesichts von nur sechs erkannten Musik-Dateiformaten arg beschränkt.
Dennoch, das Agora ist ein preiswertes Smartphone mit ansonsten guter Ausstattung – und das Beste: Auch deutsche Kunden können in den Genuss des Handys kommen. Der Hersteller versendet seine Handys nämlich weltweit. Und das lohnt sich selbst mit Versandkosten und Zollgebühren. Zumindest, wenn einen die magere Multimedia-Ausstattung nicht stört.