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Im Test der Fachmagazine
Erschienen: 27.08.2009 |
Ausgabe: Nr. 5 (September/Oktober 2009)
Details zum Test
ohne Endnote
„Auf dem Wasser ist der Klappkanadier leicht zu beherrschen. Besondere Performance beim Sporteinsatz sollte man jedoch nicht erwarten. Für Gelegenheitspaddler mit mindestens 2749 € im Geldbeutel ist der Kanolo jedoch konkurrenzlos.“
Unser Fazit
30.10.2012
Klappkanadier
Transport mit halber Länge
Auf der Suche nach einer praktikablen Lösung, um das Boot platzsparend ans Wasser zu transportieren, bietet sich mit dem zusammenklappbaren Kanadier neben den gängigen Bootstypen eine weitere Möglichkeit an. Der Hersteller wirbt mit einer Auf- und Abbauzeit von ledigllich einer Minute.
Praktisch sofort fahrbereit
Falt- und Schlauchboote benötigen im abgebauten Zustand wenig Platz und können leicht im Kofferraum verstaut werden. Sie nehmen aber selbst bei viel Übung rund 15 bis 20 Minuten in Anspruch, bis sie „seeklar“ gemacht worden sind. Feste Kanus dagegen können sofort starten, aber bei Mehrpersonen-Booten ist der Transport auf dem Autodach eines Kompaktwagens ein schwieriges Unterfangen. Daher ist das Klappkajak eine pfiffige Idee: Es passt auch auf das Dach eine Pkws, ist praktisch sofort fahrbereit und bietet mit Stabilität und leichtem Lauf die Vorteile eines Hartschalenbootes. In voller Länge misst der Kanadier 464 Zentimeter, die sich eingeklappt auf 245 Zentimeter reduzieren. Der Rumpf wird in der Mitte quer durch zwei direkt aufeinanderliegende Wände geteilt, an denen sich oben links und rechts ein Gelenk als Verbindung befindet. Mit zwei Sterngriffschrauben werden die vordere und die hintere Bootshälfte starr miteinander verbunden, notfalls tun es auch 45 Millimeter lange M10-Schrauben. Werkzeug ist bei Verwendung der Sterngriffschrauben nicht nötig.
Belastbar bis 350 Kilogramm
An Bord ist Platz für zwei Erwachsene und ein bis zwei Kinder samt Gepäck. Wenn man das Boot mit 350 Kilogramm belastet, bleiben zwischen Wasserlinie und dem oberen Bootsrand noch 15 Zentimeter Freibord. Der Kanadier eignet sich für ruhige Gewässer. Wildwasser verträgt der Rumpf aus Laminat (GFK mit Kevlar-Verstärkung) wegen der Empfindlichkeit gegenüber heftigen Grundberührungen nicht. Für den Dachtransport liefert der Hersteller eine ausführliche Anleitung, mit der das Boot sicher auf dem Träger verzurrt werden kann. Bei einem Gewicht von 35 Kilo sollte der Kanadier am besten von zwei Personen hochgewuchtet werden. Das Kanu-Magazin bezeichnet den Kanolo als „konkurrenzlos“. Er richtet sich aufgrund seiner problemlosen, aber nicht unbedingt sportlichen Fahreigenschaften an Gelegenheitspaddler, die rund 2800 EUR übrig haben. Ein nötiger Dachgepäckträger und der höhere Kraftstoffverbrauch, die bei einem Falt-und Schlauchboot nicht zu Buche schlagen, sollten mit in die Rechnung einbezogen werden.