Mal ehrlich, gab es vor 20 Jahren etwas Öderes als eine Kompaktanlage? Diese viel zu großen Radiowecker samt fürchterlichem Sound? Wohl kaum. Eigentlich unglaublich, was daraus geworden ist und welcher Beliebtheit sich die Mikro-Systeme mittlerweile erfreuen. JVC treibt diese Entwicklung weiter voran und bringt mit der UX-SG7VBE ein günstiges Einsteigermodell auf den Markt. Das Motto lautet: solide Ausstattung für sehr wenig Geld.
Optisch erhält man das Modell in Schwarz, die Bedienoberfläche macht einen übersichtlichen Eindruck. Im Soundbereich findet sich ein optisches Laufwerk für Audio-CDs und gebrannte Datenträger (CD-R/RW, DVD-R/RW) sowie ein USB 2.0-Port. Damit lassen sich Audio- und Videodateien unterschiedlichster Art problemlos abspielen: MP3, WMA, JPEG, MPEG, DivX. Nicht schlecht angesichts der geringen Kosten, gespart wurde dafür in Sachen Konnektivität. Analoger Audio-Eingang (AUX), optischer Digital-Ausgang, SCART-Buchse für den Fernseher, das wars. Immerhin: Auf der Oberseite des Minis findet sich noch eine iPod Docking-Station. Für den Sound sorgen zwei handliche Bassreflex-Boxen, die vom Verstärker mit jeweils 20 Watt belastet werden. Per optionalem Tastendruck (Sound Turbo) erreicht man laut Hersteller eine „besonders packende und kernige Musikwiedergabe“. Für tiefe Frequenzen kann optional ein aktiver Subwoofer einbezogen werden, der hierfür nötige Ausgang befindet sich auf der Rückseite des Minis. Abgerundet wird das Paket von einem FM-Tuner mit 30 Speicherplätzen, die praktische Weckerfunktion ist natürlich auch dabei.
Die JVC UX-SG7VBE hat wie alle Kompaktanlagen dieser Kategorie gewisse Schwächen im Sound- und Anschlussbereich. Dennoch: Für lediglich 220 Euro (amazon) kann sich das Ganze sehen lassen. Vor allem die Flexibilität bei den unterstützten Formaten verdient ein klares Lob. Auch optisch macht der Mini eine gute Figur – ein ideales Zweitgerät also für Küche oder Kinderzimmer.
11.02.2011






