Die Kollegen von Computerbase.de entdeckten auf der Webseite eines russischen Systemhauses die ersten Leistungsdaten der beiden kommenden SSDs von Intel. Auch wenn die Modellbezeichnungen mit 710 und 720 große Ähn lichkeiten vermuten lassen, sind beiden Festplatten jedoch grundsätzlich anders konstruiert. So nutzt die 710er noch den älteren SATA II-Port auf dem Mainboard, während Intel mit der 720er SSD zum ersten Mal eine Festplatte auf einem PCI-Express-Board verbaut.
Während die SSD 710 bereits mit einem 25 Nanometer-Prozess mit MLC-Chips gefertigt wird finden sich auf der 720er die wesentlich schnelleren und teureren SLCs ein, die aber aus einem 34 Nanometer-Prozess stammen. Der hohe Preis wird aber auch durch Langlebigkeit gegenüber den MLCs honoriert. Welcher Controller auf der High-End SSD zum Einsatz kommen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Aber durchgesickert ist schon, dass insgesamt 512 MByte Cache zur Verfügung stehen werden. Weiter ist dem russischen Datenblatt zu entnehmen, dass beim sequenziellen Lesen Transferraten von bis zu 2.200 MB/s und beim Schreiben 1.800 MB/s erreicht werden können – das reicht jedoch noch nicht, um der Micron RealSSD P320h die Performance-Krone zu entreißen. Ramsdale, so der Codename der 720er, soll bei zufälligen Lesezugriffen mit 4K 180.000 IOPS realsieren dund beim Schreiben noch 56.000 IOPS schaffen. Das Sahnehäubchen dabei ist jedoch die gleichzeitige 256-Bit-AES-Verschlüsselung der Daten. Das SSD-Flaggschiff von Intel wird ab Herbst 2011 in zwei Varianten angeboten: 200 GByte und 400 GByte – Preise sind leider noch gar nicht bekannt. Lediglich über die Lebensdauer von 36 Petabytes bei 8K-Schreibvorgängen und einem Stromverbrauch von 25 Watt/h unter Last und 8 Watt/h im Standby wird bereits offen gesprochen.
Es ist davon auszugehen, dass die Preise auf die Server-Kundschaft zugeschnitten sein werden und Endverbraucher eher nicht zur Zielgruppe dieser High-End-SSD gehören werden.
16.06.2011

