Solide Hausmannskost in Sachen Bildqualität, dazu noch ein beweglicher Standfuß: Der aus der Business-Reihe des japanischen Herstellers Iiyama stammende ProLite B2274HDS-1 bietet gute Voraussetzungen, um als PC-Monitor am Arbeitsplatz eine gute Figur zu machen. Die gute ergonomische Ausstattung erfordert allerdings auch höhere Investitionskosten als für einen vergleichbaren 22-Zöller mit einem starren Standfuß.
Ein Arbeitsplatzmonitor muss in Sachen Bildqualität nicht (semi-) professionellen Ansprüchen genügen, weswegen der Griff zu einem Modell mit einem TN-Panel in der Regel vollkommen ausreicht. Verfügt der Bildschirm darüber hinaus über LEDs als Hintergrundbeleuchtung, verringert dies zusätzlich die Gefahr schmerzender Augen bei längeren Arbeitssitzungen vor dem Gerät. Ergonomie-Experten wiederum raten ferner noch dazu, unbedingt ein Modell mit einem beweglichen Standfuß zu wählen – nur so ist gewährleistet, dass im Laufe eines Arbeitstages der Bildschirm sich flexibel und vor allem ohne größeren Aufwand auf die sich mehrmals verändernde Blickposition des Betrachters eingestellt werden kann.
Gerade der letzte Punkt wird jedoch bei der Anschaffung eines Büromonitors häufig übergangen – und zwar nicht selten aus reinen Kostenerwägungen heraus, denn Bildschirme mit einem beweglichen Standfuß sind meist deutlich teurer als ihre steif auf dem Standfuß klebenden Mitbewerbern. Beim Iiyama beträgt die Differenz etwa 50 Euro – für die jedoch einiges geboten wird. So kann der 22-Zöller in der Höhe verstellt, um 170 Grad nach rechts und links geschwenkt, um 20 Grad nach oben geneigt sowie um 90 Grad in den Porträtmodus gedreht werden – das volle Ergonomieprogramm also, zu dem Gesundheitsexperten mit Fug und Recht raten.
In technischer Hinsicht wiederum zeigt der Iiyama laut Datenblatt keine nennenswerten Schwächen auf. Lediglich die Blickwinkelstabilität ist, typisch für alle TN-Panels, suboptimal. Vorhanden ist ferner das komplette Schnittstellentrio VGA, DVI und HDMI, als Zugabe gibt’s zwei kleine Lautsprecher zur Beschallung und eine VESA-Halterung, damit der Bildschirm auch an der Wand befestigt werden kann. Die LEDs wiederum drücken den Stromhunger des Geräts auf maximal 24 Watt, sorgen für ein angenehmes Bild, einen guten Schwarzwert sowie (subjektiv) satte Farben – dass der Bildschirm weit entfernt davon ist, eine farbkritische Bildwiedergabe zu liefern, spielt weder im Büroumfeld noch zu Hause eine gewichtige Rolle.
Denn natürlich kann der Iiyama auch als Multimediamonitor beziehungsweise als Allrounder eingesetzt werden – schnell genug in puncto Reaktionszeiten ist er dafür, und die Top-Ergonomie kommt auch Videofans zugute, da sie mehr Bewegungsspielraum vor dem Bildschirm beziehungsweise auf dem Schreibtischstuhl garantiert. Die rund 50 Euro Mehrkosten sind daher mit Sicherheit eine Überlegung wert – schließlich kommt unterm Stich für den 22-Zöller immerhin noch ein moderater Endbetrag von (momentan) rund 175 Euro (Amazon) heraus.
09.09.2011




























