Der chinesische Hersteller Huawei hat ein neues Messaging-Handy mit einer hierzulande eher ungewohnten Smartphone-Plattform vorgestellt. Das Huawei U6150 setzt auf das Betriebssystem BrewMP, das einigen Nutzern vom HTC Smart her bekannt sein dürfte. In der Regel wird es jedoch primär von chinesischen und koreanischen Anbietern wie Kyocera und ZTE für Handys auf den amerikanischen und asiatischen Zielmärkten verwendet. Unbekannt ist noch, wie die Vermarktungsstrategie für das U6150 aussieht. So oder so dürfte das Handy aber nur für eine kleine Nutzergruppe von Interesse sein: Die BrewMP-Plattform ist eher bei professionellen Anwendern beliebt und nicht so stark mit Fun-Apps bestückt wie Android, Bada oder iOS.
Andererseits zeigt sich das Huawei U6150 aber als durchaus praktisches Messaging-Handy, denn der Anschaffungspreis ohne Vertragsbindung soll beim US-Provider Wind bei 98 US-Dollar liegen, was derzeit rund 70 Euro entspricht. Angesichts dessen ist ein Smartphone-Betriebssystem ohnehin als kostenlose Dreingabe anzusehen, der Fokus liegt hier eindeutig auf der täglichen Nutzung als Telefon sowie als Messenger. Dabei hilft die QWERTZ-Fronttastatur im BlackBerry-Format. Ob der 2,4 Zoll große und 320 x 240 Pixel auflösende Bildschirm berührungssensitiv ist, ist unbekannt.
Weitere Merkmale des U6150 sind ein integriertes GPS-Modul, ein Media Player, eine schwache 2-Megapixel-Kamera für Schnappschüsse sowie Bluetooth 2.1 und ein Steckplatz für microSD-Karten mit bis zu 8 Gigabyte Speicherplatz. Leider ist damit auch der Nutzen als MP3-Player-Bibliothek/Mediathek eher beschränkt. Das U6150 lässt einen also ein wenig zerrissen zurück: Einerseits wirkt das Handy wie eine preiswerte Alternative zu einem BlackBerry von RIM, andererseits sind verwendetes OS und die Speicherbeschränkung sicher für viele Nutzer ein K.O.-Kriterium. Es bleibt abzuwarten, inwieweit der niedrige Preis doch für einen Erfolg des Messaging-Gerätes sorgt.
23.06.2011
























