Nun ist es offiziell: Das Huawei Prism kommt als nächstes Android-Smartphone ins Portfolio des US-Ablegers von T-Mobile. Das Gerät wurde auf ersten Werbematerialien entdeckt, die das Branchenmagazin „TmoNews“ ausgegraben hat. Dabei hat sich nun doch herausgestellt, dass es sich beim Prism um ein einfacheres Einsteigermodell handelt. Zuvor hatten sich die Blogs auf ein neues Topmodell eingeschossen – nicht zuletzt aufgrund des besonderen Namens und des großen Touchscreens.
Ganz so groß fällt dieser dann aber doch nicht aus, da haben die ersten Bilder im Internet wohl etwas getäuscht. Denn mit 3,5 Zoll entspricht der kapazitiv arbeitende Touchscreen zwar demjenigen des iPhones, im Vergleich zu den sonstigen Topmodellen am Markt mit ihren 4,3 und 4,6 Zoll ist er aber eher mäßig groß. Und auch die restlichen technischen Daten sind kaum einer Rede wert: So wird das Smartphone von einem mit 600 MHz recht fußlahmen Prozessor angetrieben, der auch nur auf 512 Megabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen kann.
Die restliche Ausstattung verbleibt großteils im Dunklen, abgesehen von einer einfachen 3,2-Megapixel-Kamera, die aber gut ins schlichte Bild des Mobiltelefons passt. Der intern kaum vorhandene Speicher wird mittels einer Speicherkarte aufgerüstet, die bis zu 32 Gigabyte groß sein darf. Ein Modell mit kleinen 2 Gigabyte ist ab Werk beigelegt, dürfte von den meisten Käufern aber umgehend in eine größere Variante umgetauscht werden. Auch das Betriebssystem überrascht kaum mit seiner älteren Version 2.3 Gingerbread.
Ein Upgrade auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich sollten Käufer dieses Handys nicht erwarten. Dafür ist das Gerät einfach zu unwichtig – und zu billig. Denn in den USA wird das Huawei Prism bei T-Mobile für 150 US-Dollar (ca. 115 Euro) in den Verkauf gehen – also an der untersten Preisgrenze für Android-Smartphones kratzen. Immerhin: Damit bietet es die ganze Welt der Android-Apps in einer Kostennische, welche ansonsten von den proprietären Billig-Touchphones der Anbieter LG und Samsung gefüllt wird. Hit-Potenzial hat das Gerät also durchaus.
03.05.2012






















