Smartphones mit einer Volltastatur waren lange Zeit der Renner unter Geschäftskunden, und auch unter Messaging-Freunden erfreuten sie sich einer großen Beliebtheit. Umso erstaunlich ist es, dass dieses Bauformat – egal, ob mit Fronttastatur oder seitlich hervorziehbarer Tastatur – in der jüngeren Vergangenheit kaum noch am Markt zu finden ist. Selbst die Geräte mit Fronttastatur, lange Zeit auch im Feature-Phone-Bereich lebhaft vertreten, sind selten geworden. Huawei steuert dem Trend mit dem M660 entgegen.
Das Android-Smartphone verwendet besagte Bauform mit der QWERTZ-Tastatur auf der Gerätefront. Normalerweise bedeutet dies zugleich auch ein kleineres Display, schließlich müssen ja beide Bedienelemente ihren Platz auf der Front finden. Das M660 ist jedoch erstaunlich großzügig angelegt und bietet sogar Raum für einen Touchscreen mit 3,2 Zoll Bilddiagonale – im Hochkantformat! Sogar die klassischen Android-Tasten finden als Sensortasten darunter noch Platz, die Tastatur selbst wirkt dadurch aber auch etwas eng zusammengedrückt.
Es bleibt daher abzuwarten, ob die Tastatur des M660 auch wirklich einen Mehrwert bietet. Bislang sind dazu noch keine Tests verfügbar, das Gerät wurde erst auf Amateurbildern in Mobilfunkforen gesichtet. Diese zeigen auch, dass zumindest dieser Prototyp noch auf Android 2.3 läuft. Es muss sich noch zeigen, ob die finale Version eventuell auch mit dem aktuellen Betriebssystem Android 4.0 aufwarten kann. Einem Bericht von „Unwired View“ zufolge soll das Gerät wahrscheinlich aber mit der älteren Version auf den Markt kommen.
Weitergehende Details zu dem Gerät sind bislang nicht bekannt. Das Huawei M660 soll über einen Steckplatz für microSD-Speicherkarten verfügen und preislich um rund 200 US-Dollar angesiedelt sein. Dies würde für ein schlichteres Gerät der unteren Mittelklasse sprechen. Man sollte also besser nicht ein leistungsstarkes Smartphone mit Dual-Core-Chipsatz und 1 Gigabyte RAM erwarten. Wahrscheinlicher ist, dass es sogar eine dezidierte Einsteigercharakteristik besitzen wird und der Preis nur durch den ungewohnten Formfaktor zustande kommt.
18.06.2012

























