Einschätzung unserer Autoren
1.600 x 900 Pixel auf 14 Zoll
Das Envy 14-3100eg richtet sich explizit an Geschäftsleute, nicht zuletzt aus zwei Gründen. Erstens hat HP einen starken Prozessor aus Intels neuer Ivy Bridge-Reihe sowie ein schnelles Solid State Drive (SSD) verbaut. Und zweitens löst das 14 Zoll große Panel mit 1.600 x 900 Pixeln auf.
Positive Konsequenz: Zum einen ein scharfes Bild und zum anderen genügend Platz, um beispielsweise mehrere Fenster nebeneinander zu öffnen und gleichzeitig zu bearbeiten. Gerade im Businessalltag ist das unverzichtbar. Zur Konfiguration der Oberfläche hingegen gibt es keine Infos, das heißt: Der Hersteller äußert sich nicht dazu, ob ein spiegelndes oder ein mattes Panel vorliegt. Letzteres wäre zweifellos ein Pluspunkt, schließlich könnte man das 1.800 Gramm leichte Notebook dann auch unterwegs richtig nutzen.
Rein technisch setzt HP auf vier GByte RAM und einen Core i5-3317U, der trotz moderatem Stromverbrauch (17 Watt) ein ordentliches Leistungsniveau bietet. Ordentlich heißt: Auch härtere Jobs bearbeitet er relativ flott, etwa die Bearbeitung und Umwandlung von Daten. Zudem darf man sich auf Intels verbesserte Onboard-Grafik (HD 4000) und auf das bereits erwähnte SSD freuen. Letzteres schluckt immerhin 128 GByte und lässt schnelle Zugriffszeiten auf gespeicherte Daten sowie einen raschen Bootvorgang erwarten.
Die Anschlussleiste indes ist modern, beschränkt sich allerdings aufs Nötigste. So gibt es lediglich einen HDMI-Ausgang zur verlustfreien Bildübertragung an ein größeres Panel und zwei USB-Ports, von denen einer den 3.0-Standard für zügige Datentransfers unterstützt. Abgerundet wird die Ausstattung schließlich von einem Netzwerkbereich, der nicht nur das obligatorische WLAN-Modul und den Funkstandard Bluetooth umfasst, sondern via WiDi auch das kabellose Streaming auf ein entsprechend ausgestattetes Display ermöglicht.
Gute Hardware, dazu ein hochauflösendes Panel und moderne Anschlüsse – unterm Strich macht das HP Envy 14-3100eg einen guten Eindruck. Wer Interesse hat, muss im Online-Shop des Herstellers derzeit rund 1.400 EUR auf den Tisch legen.
Mangelhaftes Display
Notebook-Panels sind oft von mangelhafter Qualität. Leider ist das auch beim HP Envy 14-2090eo nicht anders. So muss man erstens mit einer geringen Blickwinkelstabilität leben. Und zweitens ist das Display schlicht und ergreifend zu dunkel.
Zu dieser Einschätzung kommt jedenfalls das Online-Portal notebookcheck.com. Und in der Tat: Der seitens der Redakteure ermittelte Helligkeitswert von 175 Candela pro m² ist ziemlich mager. In der Praxis muss man also damit leben, dass der Bildschirm unter freiem Himmel kaum zu erkennen ist. Zumal HP auch noch darauf verzichtet hat, die Oberfläche zu entspiegeln. Ansonsten löst das Panel mit 1.366 x 768 Bildpunkten Pixeln auf, was zwar etwas mager, auf einer 14,5 Zoll großen Bildfläche allerdings einigermaßen vertretbar ist.
Rein technisch wiederum ist das Notebook ziemlich gut aufgestellt. So darf man sich auf eine Festplatte freuen, die Platz für 750 GByte bietet und mit schnellen 7.200 Umdrehungen pro Minute läuft. Hinzu kommen acht GByte RAM und ein Intel Core i7-2630QM. Letzterer verfügt über vier Kerne, taktet im Trubo Boost mit bis zu 2,9 GHz und stellt genügend Power bereit, um selbst harte Jobs ohne Probleme zu bearbeiten (Datenverschlüsselung etc.). Nicht ganz so gut, aber trotzdem ordentlich ist zudem die Grafik. Sie stammt von AMD (Radeon HD 6630M), gehört zur Mittelklasse und sollte auch mit aktuelleren Games gut zurechtkommen.
An Schnittstellen wiederum gibt es einen Kartenleser, einen HDMI-Ausgang, einen DisplayPort sowie drei USB-Buchsen, von denen eine den 3.0-Standard unterstützt. Flotte Datentransfers sind also kein Problem. Abgerundet wird die Ausstattung schließlich von den üblichen Netzwerkoptionen (WLAN, Bluetooth 3.0), zudem darf man sich über eine akzeptable Akkulaufzeit freuen. Das genannte Portal etwa ermittelte in einem WLAN-Test immerhin 4 ¼ Stunden. Wer möchte, kann den 2,39 Kilogramm schweren 14-Zöller also auch unterwegs einige Zeit nutzen.
Beim HP Envy 14-2090eo stimmt die Hardware, zudem ist die Anschlussleiste in Ordnung. Das Panel trübt den positiven Gesamteindruck allerdings gewaltig, vor allem angesichts der Konditionen: So muss man für das Notebook derzeit im Internet knapp 1.000 EUR auf den Tisch legen.
Envy die Dritte
HP gibt nicht auf und versucht ein drittes Mal mit der Envy Beats Edition in die Königsklasse der Notebooks aufgenommen zu werden. Jedoch was Apple darf, kann HP noch lange nicht und so wurde das Edel-Notebook von den HP-Ingenieuren an mancher Stelle nur verschlimmbessert. Trotzdem glaubt man bei HP, dass so genannte „ProSumer“ gerne 1.800 Euro für einen eleganten Kompromiss hinlegen werden.
Geblieben ist die hochwertige Verarbeitung des Metallgehäuses bis ins kleinste Detail. Wo vorher geriffelte Texturen auf den glatten Flächen waren, finden sich jetzt gummierte und matt lackierte Oberflächen. Ebenfalls hinzugekommen ist der Intel Core i5-560M, mit 2,67 GHz Zweitschnellster seiner Klasse und Turbo Boost sowie HyperThreading ein echter Zugewinn. Ebenfalls neu ist das Beats Audio-Profil, das besonders klare Klänge trotz Bassanhebung prodzieren kann. Via Fn-Taste lässt der Beats-Klang verstärken und abschwächen. Zwar reicht das Klangbild nicht an das mit Subwoofer-Bestückung eines anderen Notebooks heran, kann sich aber insgesamt hören lassen – bis hier hin noch kein Grund, einen Namenszusatz zu bilden. HP legt dem Envy jedoch einen Dr. Dre Studio-Kopfhörer bei, dessen Wert gut und gerne über 150 Euro liegt. Erst mit dem Kopfhörer kommt ein richtig heftiger Sound auf, der dem Namen Beats Edition gerecht wird. Die übrigen technischen Details haben sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht verändert.
Konnte man sich beim Vorgänger noch am LED Radiance Infinity Display erfreuen, das einen echten Sonderstaus besitzt, gibt es jetzt plötzlich nur noch ein Standard-Display. Mit geringem Kontrast (164:1) und einer eher schwächlichen Luminanz (durchschnittlich 177 cd/m²) kann man sich in dieser Preisklasse einfach nicht abfinden. Blickwinkeleinschränkungen und eine stark reflektierende Oberfläche des Panels ziehen das Envy auf das Niveau eines 300-Euro-Notebooks herab. Bei der technischen Neuauflage des angeblichen Spitzenproduktes hätte man dem Notebook wenigstens einen ExpressCard-Slot und eine USB 3.0-Schnittstelle spendieren können und ein integriertes UMTS-Modul hätte auch kein Käufer als Luxus empfunden – derartige Features findet man bereits in der gehobenen Netbook-Klasse.
Neidvolle Neuauflage
Nachdem HP mit seinen beiden Envy-Modellen in der Königsklasse der Notebooks nicht den gewünschten Erfolg erzielte, soll nun die Neuauflage mit dem Envy 14-1010eg die Ehre der Namensschöpfung (Envy=Neid) retten. Und HP ist es gelungen die Kinderkrankheiten, wie zu hohe Wärmeentwicklung und Geräuschkulisse, zu eliminieren. Ganz gegen den 13-Zoll-Trend präsentiert HP jetzt das neue 14-Zoll-Notebook zum Preis von 1.300 Euro.
Mit dem HP Envy 14-1010eg kann man problemlos neidvolle Blicke von Notebook-Enthusiasten auf sich ziehen und sich mit einem Apple MacBook Pro gleichgestellt fühlen. Design, Verarbeitung und Materialien des Gehäuses gehören eindeutig in die Oberklasse und vermitteln das Gefühl von High-End-Technik. Unterstützt wird dies noch von einer sehr angenehmen Tastatur und einem sauber zu bedienenden Touchpad. Mit rund 300 cd/m² und hohen Kontrastwerten von 850:1 zeigt das Glare-Display einen sehr großen Farbraum an und kann vollends überzeugen. Die Pixel werden von einer ATi Mobility Radeon HD 5650 mit 1 GByte Speicher produziert und stellen den Desktop in einer Auflösung von 1.600 x 900 dar. Als Beschleuniger des Systems findet man einen Intel Core i5-520 (2,4 GHz) und 4 GByte (maximal 8 GByte sind möglich) DDR3-Arbeitsspeicher vor. Die Daten kommen von einer schnelldrehenden Seagate 500 GByte Festplatte, die von einem HP DVD-RAM-Laufwerk noch unterstützt werden kann.
Bei einer Akkulaufzeit von rund vier Stunden garantiert einem das HP Envy 14-1010eg ein ordentliches Quantum an Mobilität, zumal es mit 2,4 Kilogramm noch zu den Leichtgewichten dieser Grüßenklasse gehört. Nachfolgendes Video zeigt deutlich, was mit dem Begriff Envy gemeint ist:




