Grundsolide soll er sein, der 2211x, das heißt, ein Bildschirm, der sich sowohl für die gängigen Office- und Internetanwendungen als auch für Multimedia-Aufgabe eignet. Der von HP produzierte 22-Zoll-Monitor setzt mit seinen Energie-Sparkünsten außerdem auf die Zielgruppe der ökologie- und ökonomiebewussten Käufer, der Anschaffungspreis wiederum könnte durchaus noch ein bisschen niedriger ausfallen.
Bei allem Bemühungen, einen soliden Standardmonitor abzugeben, fällt der HP trotzdem in einer Hinsicht zuerst einmal ein wenig aus dem Rahmen, und zwar wortwörtlich. Denn das Bildschirmgehäuse ist mit seinem zweifarbigen Design doch recht außergewöhnlich, ohne dabei ins Exzentrische abzugleiten. Unter der Oberfläche jedoch ist es mit den Ausbrüchen aus dem Bereich des Gewohnten oder auch Erlaubten schnell vorbei. Das verbaute TN-Panel, Standard bei nahezu allen Monitoren aus dem Consumer-Sektor, bietet die erwartbare solide Hausmannskost – was dem Monitor nicht unbedingt zum Nachteil gereichen muss.
Die technischen Spezifikationen des HP lesen sich daher wie diejenigen Dutzender Mitbewerber und reichen von einer Full-HD-Auflösung über einen statischen Kontrast von 1.000:1 bis hin zu den gewohnten Anschlüssen DVI und VGA – eine HDMI-Schnittstelle für den unproblematischen Anschluss von Zuspielern vom Schlage einer Xbox oder eines Blu-ray-Players fehlt allerdings und fiel wohl, wie bei vielen budgetorientierten Bildschirmen, dem Sparzwang zum Opfer.
Mittlerweile ist auch die verbaute LED-Hintergrundbeleuchtung kein auffälliges Kennzeichen mehr, nahezu alle Hersteller haben ihre Produktion auf die besonders sparsame Beleuchtung umgestellt. Für den HP bedeutet dies, dass auch er mit relativ wenig Strom auskommt, außerdem werden bei seiner Produktion weder Quecksilber noch Arsen verwendet – Pluspunkte für die Umwelt also, die alleine schon den Kauf eines LED-Monitors rechtfertigen. Inwiefern der HP auch in puncto Bildqualität ein Mehr gegenüber den bisherigen Kaltkathoden-Bildschirmen liefern wird, ist mangels Tests derzeit noch nicht abzusehen. Das Datenblatt selbst gibt nämlich darüber verständlicherweise keine Auskunft.
Weitere Besonderheiten weist der HP nicht auf, denn auch die Reaktionsgeschwindigkeit des Bildschirms fällt mit 5 Millisekunden (Herstellerangabe!) nicht aus dem Rahmen und verspricht auf jeden Fall einen relativ ungetrübten Genuß von Multimedia-Inhalten. Bleibt also zum Schluss nur die Frage nach dem Preis übrig: Rund 155 Euro (Amazon) kostet der HP derzeit, womit er doch rund 20 bis 30 Euro teurer kommt als vergleichbare Mitbewerber. Wer streng nach Budget kauft, wird deshalb den HP von seiner Wunschliste streichen, wer hingegen Gefallen an dem Allrounder findet, dem dürfte der Aufpreis gleichgültig sein.
22.07.2011
























