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Unser Fazit
11.10.2012
Aqualtis AQC9 4F5 T/Z1
Inakzeptabel teuer
Die Trocknerwelt teilt sich derzeit in zwei Lager: die extrem billigen Standardgeräte mit herkömmlicher Technik und die teuren, aber sehr sparsamen Wärmepumpentrockner moderner Fertigung. Die billigen Geräte sind dabei aber im Grunde nur noch für Nutzer interessant, die sehr selten trocknen wollen. In der Regel wird man aufgrund der Unterhaltskosten, die bei der Lebenszeit solcher Geräte doch einen erheblich Anteil an der Gesamtkalkulation ausmachen, eher zu einem modernen Wärmepumpentrockner greifen.
Trotz Wärmepumpentechnik kein Sparmeister
Dabei sollte man allerdings nicht den Fehler machen, zum Hotpoint Aqualtis AQC9 4F5 T/Z1 zu greifen. Denn der Trockner aus italienischer Fertigung tarnt sich zwar als moderner Wärmepumpentrockner und verwendet auch diese Technologie, verbraucht aber dafür überraschend viel Energie. Mit seinen 2,61 kWh Strom je Durchlauf liegt er weit oberhalb der Wärmepumpen-Konkurrenz, die in der Regel bei 1,6 bis 1,9 kWh liegt. So schafft er es auch nur in die Energieeffizienzklasse A und nicht A+++.
Immerhin sehr große Zuladung
Immerhin kann man dem Gerät zugute halten, dass es mit 9 Kilogramm auch etwas mehr Zuladung fasst als ein herkömmlicher Trockner mit 7 bis 8 Kilogramm. Dennoch: Auch dann noch verbraucht der Aqualtis AQC9 4F5 T/Z1 deutlich mehr Strom als die Konkurrenz. Und das summiert sich über die Zeit ordentlich, schließlich schafft man sich einen Trockner auch nur alle zehn Jahre neu an. Dies alles wäre nun sicherlich kein Beinbruch, wäre der Trockner für einen Schnäppchenpreis zu bekommen – immerhin steht er trotzdem deutlich besser da als die älteren Kondenstrockner.
Insgesamt betrachtet aber einfach viel zu teuer
Doch genau da liegt der Hund begraben: Der Hotpoint Aqualtis AQC9 4F5 T/Z1 ist im Handel nur für Preise ab 650 Euro zu haben, der deutsche Versandhändler Otto will sogar 700 Euro für das Gerät. Damit muss sich das Gerät mit den besten Wärmepumpentrocknern messen. Und kann hier nur verlieren. Der kleine Zuladungsbonus dürfte sich nur in den seltensten Fällen auszahlen, die Unterhaltskosten dagegen werden sich über die Jahre spürbar aufsummieren. Hiervon sollte man besser die Finger lassen.