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Unser Fazit
13.07.2012
Multimedia-Funktastatur Bambus
Grünes für den Schreibtisch
Die Grüne Welle schlägt zwar schon seit längere Zeit in regelmäßigen Abständen auch an den Stränden des IT-Business auf. Trotzdem sind Produkte wie die neue Funktastatur von Hama nach wie vor immer noch Exoten am Markt – und dies insbesondere dann, wenn die elektronischen Geräte in ein Gehäuse aus Holz, im vorliegenden Fall Bambus, verpackt sind. Leider muss der Kunde für die ökologisch korrekten Produkte tief in die Tasche greifen – denn das Keyboard schlägt mit rund 70 EUR zu Buche und fällt damit in die Kategorie „Oberklasse“.
Bambus statt Plastik
Unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet macht die Verwendung von Bambus als Werkstoff für Gehäuse von IT-Produkten sehr viel Sinn. Der Rohstoff wächst schnell nach, außerdem lassen sich die Geräte nach ihrem Ableben problemlos entsorgen – befreit von den elektronischen Bauteilen, könnten sie ohne Bedenken in die Grüne Tonne wandern. Das Material besitzt außerdem eine „warme“ Anmutung – Holz fühlt sich besser, angenehmer an als Kunststoff. Letztendlich verlangen Produkte aus Bambus daher lediglich eine gewisse Eingewöhnungszeit für die Augen – eine Tastatur aus Holz widerspricht schlicht und einfach allen Sehgewohnheiten, die sich in den letzten Jahrzehnten eingeschliffen haben. Deswegen ist die neue Funktastatur von Hama in erster Linie nicht so sehr eine Frage des Geschmacks sondern der Courage, neue Wege betreten zu wollen. Und dieser Schritt kann mit vernünftigen Argumenten begründet werden, schließlich fällt auf den Müllhalden (nicht nur ) der westlichen Welt jedes Jahr Unmengen an Elektroschrott an, an dem der Plastikanteil sehr hoch ist. Der Versuch des Herstellers, dem eine ganze Serie an Ecoline-Produkten entgegen zu setzen, sollte demnach ohne Vorbehalt begrüßt werden.
Innenleben
Das Innenleben der Funktastatur fällt, wie zu erwarten war, demgegenüber eher unspektakulär aus. Es handelt sich um eine Standardtastatur, deren Namenszusatz „Multimedia“ darauf hinweist, dass sie vier Schnellzugriffstasten zur Steuerung eines Multimedia-Players, für die gängigen Browser-Anwendungen oder Kommunikationssoftware besitzen wird – der Hersteller hält sich mit näheren Informationen zur Zeit noch etwas bedeckt, schließlich soll das Keyboard erst im September auf der IFA der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die Kommunikation mit dem Rechner wiederum erfolgt aller Wahrscheinlichkeit über die bewährte 2,4-GHz-Funktechnologie und nicht über Bluetooth. Als ein Manko bei der Bedienung könnten sich die Beschriftung der Tasten – auf dem freigegebenen Produktfoto wirkt sie recht blass – sowie die Maserung des Holzes entpuppen. Wer nicht nur mit zwei Fingern tippt, darf sich davon allerdings gänzlich unbeeindruckt zeigen. Dies dürfte allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr der Fall sein, sobald die Anschaffung tatsächlich in Erwägung gezogen wird: Mit rund 70 EUR (Amazon) strapaziert die Tastatur das Budget ziemlich und bestätigt damit ein altes Vorurteil: Öko muss in vielen Fällen leider immer noch mit „teuer“ gleichgesetzt werden.