Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran, doch nicht jeder wirft die geliebte Kassettensammlung deshalb zwangsläufig in den Papierkorb. Wer sich zu dieser Gruppe zählt, sollte einen Blick auf die Kompaktanlage UMS 4700 SPCD von Grundig werfen.
Das System hat ein klassisches Kassettendeck an Bord, mit dem man die mittlerweile vom Markt verdrängten Tonträger abspielen kann. Vor allem Nostalgiker, die sich gerne an ihre Jugendzeit erinnern, dürften sich über dieses Feature freuen. Schade ist allerdings, dass es keine Möglichkeit gibt, die Kassetten zu digitalisieren und anschließend etwa auf einem USB-Stick abzuspeichern. An Schnittstellen gibt es lidiglich eine 3,5-Millimeterklinke für den Anschluss eines Kopfhörers und rückseitig zwei Audioeingänge für die Anbindung externer Audioquellen. Das Laufwerk wiederum liest neben gewöhnlichen Audio-CDs auch beschreibbare Rohlinge (CD-R/RW), wobei laut Datenblatt die beiden Musikformate MP3 und WMA unterstützt werden. Mit an Bord ist außerdem ein Tuner, der sowohl UKW- als auch MW-Frequenzen empfängt und für die persönlichen Lieblingssender immerhin 30 Speicherplätze im Gepäck hat. Auf dem Display werden dabei via Radio Data System (RDS) einige Informationen zu dem aktuellen Programm angezeigt. Zur weiteren Ausstattung gehören Wecker und Sleep Timer, wobei sich der Hersteller nicht konkret dazu äußert, ob sich beide Funktionen nur auf das Radio, oder auch auf das CD-laufwerk beziehen. Die Soundübertragung übernehmen schließlich zwei frei bewegbare Boxen, die nach dem 2-Wege-Prinzip aufgebaut sind und mit insgesamt 65 Watt belastet werden. Klangwunder sind davon natürlich nicht zu erwarten, doch wer die Anlage lediglich im Küchenregal oder im Schlafzimmer aufstellt, der wird damit zweifellos leben können.
Unterm Strich lässt sich festhalten, dass der fehlende USB-Anschluss eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist. Anwender, die damit kein Problem haben und in erster Linie ihre CD- und Kassettensammlung anhören möchten, finden die Grundig UMS SPCD derzeit bei Amazon für knapp 80 Euro.
16.11.2011






