Mit dem EM 80 lassen sich kleinere und größere Tischgesellschaften nach einem leckeren Essen mit einem Espresso zum Nachtisch versorgen. Denn der vom Traditionshersteller Graef noch für 2012 angekündigte Espresso-Maker wird mit zwei Filtereinsätzen ausgeliefert, die dem Benutzer die Wahl lassen zwischen der Zubereitung von nur drei oder gleich sechs Tassen Espresso.
Bekannt sind die Espresso-Kocher als praktische Maschinen für die fixe Espresso-Zubereitung direkt auf der Herdplatte. Das Prinzip ist dabei denkbar einfach, denn es muss nur Wasser in den Tank und Espressopulver in den Filter eingefüllt werden, anschließend wird die obere Hälfte des Geräts aufgeschraubt und das Wasser auf der Herdplatte zum Verdampfen gebracht. Die simple Prozedur hat den Espresso-Kochern eine breite Fangemeinde eingehandelt, und auch das Modell von Graef hat der traditionellen Herstellungsweise nichts essenziell Neues hinzuzufügen. Die einzige Abweichung stellt der Betrieb mit Strom dar, der, worauf der Hersteller zurecht hinweist, weniger Energie verbraucht als die Zubereitung auf dem Herd. Da sich die Kanne außerdem von der Basisstation abnehmen lässt, ist das Stromkabel beim Eingießen nicht im Weg. Zudem bietet der Graef die Möglichkeit, je nach Filtereinsatz drei oder sechs Tassen auf einmal herzustellen, was bei den Herdmodellen nicht der Fall ist – von ihnen müssten gleich zwei Geräte unterschiedlicher Größen angeschafft werden, um ähnlich flexibel zu sein wie mit dem Modell von Graef. Gefertigt wiederum wird der Graef aus Edelstahl, die Oberfläche ist dabei dankenswerterweise matt, so dass nicht jeder Fingerabdruck sofort zu sehen ist und nach dem Putzlappen schreit – was wiederum beim EM 85 von Graef der Fall sein könnte, bei dem es sich um eine Produktvariante mit hochglänzendem Edelstahl handelt. Die Materialwahl für den rund 150 x 121 x 240 Millimeter großen Espressokocher bringt es allerdings mit sich, dass er fast 1 Kilogramm auf die Waage bringt. Zusammen mit dem fertigen Espresso ergibt dies ein Gewicht, das zwar nicht unbedingt besonders kräftige, aber doch auf jeden Fall keine zarten Oberarme zum Einschenken voraussetzt.
Der elektrische Espressokocher soll Herbst 2012 an den Handel ausgeliefert werden, der Hersteller veranschlagt für ihn knapp 80 EUR. Im direkten Vergleich zu den weit verbreiteten Modellen aus Aluminium ist dies natürlich ziemlich teuer. Materialgüte sowie Verarbeitung, die mit Sicherheit, wie bei allen Küchengeräten von Graef, auf einem sehr hohen Niveau sein werden, rechtfertigen allerdings diese Kalkulation, zumal zur Zielgruppe für den Espressokocher eher Besitzer hochwertiger Kücheneinrichtungen und weniger einfache „Studentenbuden“ gerechnet werden müssen.
23.03.2012






























