Einschätzung unserer Autoren
Gorenje RK 60359
Kühlt gut und bietet was fürs Geld
Und das ist durchaus gerechtfertigt, denn auch die Ausstattung des Gerätes und seine Verarbeitung gelten unter Testern wie auch Kunden als bemerkenswert. Wenn man einmal von teilweise abfärbenden Gummidichtungen absieht, soll die Kühl-Gefrier-Kombination keinerlei Anlass zu Kritik bieten. Erfreulich sind dabei auch Extras, die man ansonsten nicht in dieser Preisklasse findet. Dazu gehören unter anderem ein modernes „Cool'n'Fresh“-Fach für die Unterbringung besonders empfindlicher Nahrungsmittel und ein spezieller Halter, damit Flaschen nicht mehr durchs Innere rollen.
Gelobt wird darüber hinaus die Kühlleistung des Gerätes. Die eingestellte Temperatur werde anstandslos gehalten, wenngleich das Herunterkühlen von Gefriergut im Eisfach gut und gerne einmal einen Tag und länger dauern könne. Dennoch schafft es der Kühlschrank in die Energieeffizienzklasse A++, da er aufs Jahr hochgerechnet lediglich 209 kWh Strom verbraucht. Somit ist der RK 60359 DFE nicht nur preiswert bei der Anschaffung (649 Euro, Amazon), sondern auch im Unterhalt.
Einziges klares Manko: Das Gerät verzichtet leider auf die fortschrittliche NoFrost-Technologie. Damit müssen Anwender hin und wieder manuell zum Abtauen schreiten, was natürlich die gute Energiebilanz wieder ein wenig relativiert. Trotzdem kann man bei diesem Preis kaum meckern – dafür ist das Gesamtpaket dann doch zu rund.
Gorenje RK 60359OR
Bringt Farbe in die Küche – aber wenig Komfort
Nicht ganz so viel Begeisterung erntet dagegen die Komfortausstattung des Gerätes, wenn man denn überhaupt diesen Begriff verwenden mag. Denn hier hat sich der Hersteller ausgesprochen zurückgehalten. Entsprechend verwundert äußern sich die Besitzer des Gerätes darüber, dass ein Kühlschrank des Jahres 2010 ohne Digitalanzeige oder bequemen Tasten zum Einstellen der Kühlstärke daherkommt. Stattdessen muss der Nutzer diese anhand eines winzigen Drehrädchens einstellen, das keine Stufenangaben besitzt und sich offenbar auch nur sehr mühsam bewegen lässt. Darüber hinaus besitzt das Gerät weder eine Frischezone noch andere besondere Extras, und auch die Schubladen im Tiefkühlteil sollen ausgesprochen klapprig wirken.
Schade ist zudem, dass Gorenje hier zwar offensichtlich eine erstklassig kühlende Gefrier-Kühl-Kombination geschaffen hat, aber leider auf die praktische NoFrost-Technologie verzichtet. Das bedeutet: Der Nutzer muss das Gefrierfach hin und wieder manuell abtauen, wenn sich durch das Öffnen der Türen nach und nach Luftfeuchtigkeit als Eis im Inneren absetzt. Dies wiederum kostet massiv Energie und treibt die Kühlkosten wieder höher als sie eigentlich sein müssten. Wer damit ebenso leben kann wie mit dem verminderten Komfort, wird den Gorenje RK 60359 DR aber sicher ins Herz schließen. Denn das Gerät tut, was ein Kühlschrank tun soll: Es kühlt zuverlässig und das auch noch ausgesprochen leise. Zudem ist es mit 459 Euro (Amazon) auch ein echtes Schnäppchen.

