Einschätzung unserer Autoren
Google Android Market
Android ermöglicht nun auch Kaufoptionen in kostenlosen Apps
Android zieht nach: Für das iPhone können die Kunden bereits seit einigen Wochen Programme mit nachträglich installierbaren Bezahlinhalten erwerben. Damit lassen sich zum Beispiel kostenfrei Lite-Versionen nachträglich zum vollwertigen Programm aufrüsten oder eben Spiele um immer weitere, spannende Level erweitern. Natürlich sind damit auch Tricks Tür und Tor geöffnet: So können zum Beispiel Programme für sich genommen nahezu nutzlos sein, wenn sie nicht teuer erweitert werden. Daher heißt es künftig noch mehr: Augen auf beim Appkauf!
Google Android Market
Der Android Market erhält Screenshots
Die Layout-Überarbeitung des Android Market betrifft aber nicht nur die Einbindung von Bildern und Promotionssymbolen. Auch die Beschreibungen der Produkte sollen besser einsehbar sein und umfangreicher ausfallen können. Zugleich wurden vier neue Unterkategorien geschaffen, um eine feinere Sortierung der Programme zu ermöglichen. Nunmehr kann auch nach Sports, Health, Themes und Comics gefiltert werden. Entwickler können hierbei auch bereits eingestellte Programme den neuen Unterkategorien zuweisen, ein erneutes Einstellen soll nicht notwendig sein.
Wer an den Highlights des neuen Android Market interessiert ist, kann sich auch das folgende Video ansehen, das diese im Detail vorführt: → Mehr
Google Android Market
Direkte Installationen, übersichtliche Anzeige
Hierbei könne der Download auch in Deutschland mit einem deutschsprachigen Google-Account erfolgen. Denn der Android Market sei lediglich abhängig vom Vorhandensein des Google-Accounts, die ins Gerät eingelegte SIM-Karte sei dabei unerheblich. So könne Software auch dann heruntergeladen und installiert werden, wenn gar keine SIM-Karte eingelegt sei. Der Download selbst erfolge sehr direkt: Wer schon wisse, welches Programm er suche, der könne sich über die Suchfunktion alle ähnlich oder gleich benannten Applikationen anzeigen und per Klick direkt auf das Handy installieren lassen. Praktisch scheint dabei besonders eine Funktion zu sein: teltarif.de berichtet, dass es im Hauptmenü einen Punkt namens „My Downloads“ gebe. Hier sei jede Software genannt, die bereits zusätzlich zum Betriebssystem auf dem Smartphone installiert sei. An dieser Stelle könne man die Software auch bewerten und gegebenenfalls wieder entfernen.
Und wer einfach mal etwas stöbern wolle, der erhalte ähnlich wie beim App Store von Apple eine Aufteilung unter Oberbegriffe wie Kommunikation, Entertainment, Finanzen, Lifestyle oder auch Multimedia. Die Sortierung erfolge wahlweise nach Popularität oder nach dem Datum der Veröffentlichung. – Wie es aussieht, können die Android-Handys also kommen. Der Android Market jedenfalls scheint bereit zu sein.
Google Android Market
Rechtzeitig am Start – mit wenig Inhalt
Ab sofort können unabhängige Entwickler ihre Software für die Android-Handys auch selbst im Android Market einstellen. Dazu ist eine einmalige Registrierung und eine Gebühr in Höhe von 25 US-Dollar (20 Euro) notwendig. Bisher müssen Applikationen kostenlos sein, ab nächstem Jahr können Entwickler dann aber auch kostenpflichtige Software einstellen. 70 Prozent des Erlöses geht dann an die Entwickler, 30 Prozent nimmt Google als Betriebskosten für das Portal.
Verwunderlich ist jedoch die geringe Anzahl der Applikationen zum Start des Portals. Waren nicht über 1.800 Applikationen anlässlich der Android Developer Challenge eingereicht worden? Selbst wenn hier ausgesiebt worden wäre – was Google ja angeblich nicht tun will – wo sind die alle hin? Aber gut, vermutlich finden sich schnell genug Entwickler, die den Shop füllen werden. Gerade die Linux-Gemeinde ist ja ausgesprochen programmierfreudig.
Google Android Market
Angeblich bereits über 1.800 Anwendungen verfügbar
Ein häufig wiederkehrendes Element seien zum Beispiel Location Based Services, die auf die Interaktion mit Google Maps setzten. Wie unter anderem die Computerwoche schreibt, ermögliche zum Beispiel eine Applikation namens Cab4me das Bestellen eines Taxis – mit nur einem Klick und an jedem Ort. Man müsse dabei nicht einmal seinen Aufenthaltsort kennen, Google Maps ermittle diesen dank des in das Android-Handy integrierten GPS-Senders. Standortbasierte Dienste wie dieser werden wohl bei Android-Handys besonders häufig zu beobachten sein.
Die Resonanz auf den Wettbewerb war vermutlich deshalb so groß, da Google mit Preisgeldern nicht geizte. Für die besten zehn Anwendungen seien 275.000 US-Dollar ausgeschrieben worden, für weitere zehn jeweils 100.000 US-Dollar. Und so kann sich Google über eins sicher sein: Seine Plattform Android Market dürfte zumindest hinsichtlich der Anzahl der verfügbaren Software mit Apples App Store gut mithalten können. Ob das auch für die Download-Zahlen gilt?



