Die neue AMD Lynx-Plattform mit FM1-Sockel bildet die Basis für die Nutzung der Llano-APU-Serie. Und viele Nutzer, die diese Kombination von CPU und GPU (gleich APU) als intgegrierte Lösung anwenden, fragen sich nach den Möglichkeiten einer Performance-Steigerung durch das Übertakten. Seitens des Mainboard-Herstellers dürfte diesem Vorhaben dank bester japanischer Polimerkondensatoren nicht im Wege stehen.
Stabilität, Sicherheit und hohe Lebensdauer stehen bei Gigabyte ganz hoch im Kurs der Produktfertigung. Dabei bleibt die Performance nicht auf der Strecke, die aber eher von APU als vom Motherboard abhängt. Gelegenheitsspielern sind die Grafikleistungen eines AMD A8-3850 schon stark genug und der Zukauf einer besseren Grafikkarte nicht diskutabel, so lange man die Auflösung nicht über 1.650 x 1.050 Bildpunkte anhebt. Schaut man sich das Layout des Boards an, fühlt man sich ein wenig ins Jahr 2009 zurückversetzt, denn Nüchternheit regiert die Welt der Kondensatoren und Chips. PC-Enthusiasten wünschen sich zwar eine andere Gestaltung, jedoch kann man bei Anschaffungskosten um 115 Euro (bei amazon) keine Design-Wunder und schnörkelige Heatpipes erwarten. Dafür ist auf der technischen Seite alles vorhanden, was für einen reibungslosen Betrieb mit unterschiedlicher Peripherie nötig ist. Bei den Monitor-Ausgängen hat man die Wahl zwischen analogem D-sub (VGA), Dual-Link DVI, HDMI und Display-Port umd gleich mehrere Anzeigegeräte anschließen zu können.Neben den obligatorischen PS/2-Ports sind Gigabit-Ethernet, vier USB 3.0-, zwei USB 2.0-, FireWire-Ports vertreten und ein 6 Gbps eSATA-Anschluss fehlt ebenfalls nicht. Analoges und digitales Audio dürfen da nicht fehlen.
Beim BIOS hat sich der Hersteller noch für die alte Version entschieden und noch kein UEFI-Interface implementiert. Jedoch findet man alle Möglichkeiten, um ein gezieltes OverClocking durchzuführen. Der Standard-Frontsidebus liegt bei Llano APU bei 100 MHz und kann normalerweise nicht durch den Multiplikator angehoben werden. Gleiches gilt für den Multiplikator der Grafikeinheit. Jedoch beim Arbeitsspeicher findet man den ersten Ansatzpunkt, da vier Multiplikator-Stufen möglich sind: 10.66x, 13.33x, 16x und 18.67x. Folglich muss man zuerst die Frequenz von CPU und Speicher senken, die Spannung von 0,1 Volt auf 0,15 Volt für beide anheben. Danach müssen maximaler Frontsidebus und maximaler Multiplikator ermittelt werden, um anschließend den Speichertakt zu beschleunigen. So lässt sich der A8-3850 nach einigem Ausprobieren stabil mit 141 MHz FSB betreiben, was beim Multiplikator von 20 einem Takt von 2.820 MHz entspricht – Tests anderer Internetseiten zeigen stabile Setting mit 26 und 3,66 GHz.
Man muss ein wenig experimentieren und Zeit investieren , um mit dem Gigabyte-Mainboard eine Übertaktung der Llano-APUs durchzuziehen – aber es funktioniert gut.
07.09.2011

























