Es sieht aus wie ein Smartphone mit abgedunkeltem Bildschirm, in Wirklichkeit jedoch handelt es sich bei dem links abgebildeten Gerät um einen, so der Internetversender Pearl, vielseitigen Mausersatz. Die Rede ist vom Multi-Touch-Pad, das von General Keys vertrieben und mit Mehr-Fingergesten bedient wird – mit der Smartphone-Assoziation liegt man also nicht nur auf den ersten Blick gar nicht so falsch.
Mit Maßen von 72 mal 145 mal 7 Millimeter ist das Touchpad sogar in etwa so groß wie eines der beliebten Smartphones, und da es auch vermutlich kaum mehr wiegen wird, eignet es sich wunderbar zum Mitnehmen für unterwegs, genauer: als Maus für ein Notebook. Die berührungsempfindliche Oberfläche weiß mit den Bewegungen umzugehen, die der Benutzer mit seinen Fingern auf ihm zeichnet, und setzt sie in Steuerbefehle um. So lassen sich mit einem Fingerzeig Bilder vergrößern, verkleinern, verschieben oder drehen, außerdem kann mit Fingerbewegungen auf Webseiten oder in Dokumenten gescrollt oder vor- und zurückgeblättert werden.
Kurz: Das Pad versteht sich auf das komplette Repertoire an Gesten, die zur Navigation und Steuerung unter Windows 7 eingesetzt werden können. Darüber hinaus stehen noch zwei Tasten zur Verfügung, damit das kleine Bedienfeld sich in der Praxis auch tatsächlich zu einem nahezu vollwertigen Mausersatz mausern kann – zumindest für bei den üblichen Office- und Internetanwendungen. Diese Funktion ist, wie schon erwähnt, unterwegs, also etwa auf Reisen, sehr praktisch, da das Pad leicht in jeder Laptoptasche untergebracht werden kann und auch kaum Platz auf einem (zum Beispiel) Cafétisch für sich in Anspruch nimmt. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, es zu Hause am Schreibtisch einzusetzen.
Ob das Pad allerdings tatsächlich in puncto Navigations-Komfort auf Dauer mit einer Maus mithalten kann, darf stark bezweifelt werden. So praktisch und nützlich es bei kurzer Anwendung auch sein mag, wer mehrere Stunden mit ihm am PC arbeiten will, wird wohl Schwierigkeiten in und mit seinen Fingern bekommen – Ausnahmen, etwa Touchscreen-erprobte Smartphone-Fans, bestätigen natürlich wie immer die Regel. Deshalb: Zwar kostet das gute Stück nur 20 Euro. Für dieses Geld bekommt man aber auch eine gute Notebookmaus, die wiederum, weil vielseitiger einsetzbar, ohne Frage einen vollwertigen Ersatz für das Pad darstellt.
08.04.2011























