Einschätzung unserer Autoren
Garmin Nüvi 1690 nüLink (West- und Osteuropa)
Spritsparen mit dem Softwaretrainer ecoRoute
Außer seiner Vorzeigefunktion nüLinks mit Echtzeitinformationen aus dem Internet bietet das Nüvi 1690 von Garmin noch ein weiteres Feature, das zur Zeit unter den Herstellern sehr angesagt ist. Gemeint ist die Funktion ecoRoute. Es unterstützt den Fahrer beim Spritsparen und liefert zudem kostenoptimierte Streckenvorschläge. Auch die neuen TomTom-Navis Go 950 Live und Go750 Live werden unter demselben Namen eine ähnliche Funktion zum Spritsparen besitzen, indem das Navi möglichst effiziente, kostensparende Route berechnen kann.ecoRoute ist ein Bestandteil der Software, die verschiedene Datensätze wie Kraftstoffverbrauch und Streckenberichte speichert und analysiert. Aus den gewonnenen Daten erstellt das Navi dann ein Fahrerprofil, das auf Wunsch den Fahrstil trainiert und aktiv zum Spritsparen beiträgt. Und auf der Grundlage dieses Fahrerprofils wiederum berechnet ecoRoute besonders kosten- beziehungsweise spriteffiziente Routen.
Von den restlichen Funktionen des Nüvi 1690 nennt Garmin noch die Nutzung als Bluetooth-Freisprechanlage, den Fahrspurassistenten sowie die „realistische“ Darstellung von Kreuzungen und Abfahrten auf Autobahnen und Schnellstraßen – alte Bekannte also, die mittlerweile zum Standard von Navis der Mittelklasse gehören. Denn genau in diese muss das Nüvi 1690 auch eingeordnet werden. Das ab dem 4.Quartal 2009 lieferbare und mit einem Kartensatz von 41 Ländern aus West- und Osteuropa ausgestattete Navi soll für 399 Euro an den Start gehen.
Garmin Nüvi 1690 nüLink (West- und Osteuropa)
Navi mit Prepaid SIM-Karte für Echtzeitinformationen
Auf der IFA 2009 in Berlin präsentiert Garmin erstmals sein neues Navigationssystem Nüvi 1690. In das Gerät ist eine Prepaid-SIM-Karte vorinstalliert, die über das Handy-Netz das Abrufen von Echtzeitinformationen aus dem Internet ermöglicht. Allerdings ist das freie Surfen im Internet nicht möglich. Über die SIM-Karte erhält der Nüvi-Besitzern nur Zugang zu einem Service, den Garmin auf den Namen „nüLink“ getauft hat.nüLink stellt so genannte standortbezogene Informationen zur Verfügung. So können Wetterdaten oder Verkehrsinformationen, Ankunfts- und Abflugzeiten von Flugzeugen, Radar-Infos oder Telefonbucheinträge abgerufen werden. Eine Google-Suche bietet außerdem die Möglichkeit, nach regionalen POIs zu suchen, gezielt gefiltert nach Städten oder Postleitzahlen. Und eine „Schnellsuche“ hilft, POIS aus den Kategorien Essen, Unterkünfte oder Tankstellen aufzuspüren.
Die nüLinks-Dienste sind im ersten Jahr kostenlos, da auf der SIM-Karte ein Guthaben aufgeladen ist – zumindest soll, so Garmin, für den Zeitraum von einem Jahr keine weiteren Kosten entstehen. Danach sind 79 Euro pro Jahr für nüLinks fällig. Erfreulich: Der Dienst ist nicht allein auf Deutschland beschränkt, sondern in 15 europäischen Ländern abrufbar – jedoch mit unterschiedlichem Umfang. So lassen sich zum Beispiel in Deutschland Kraftstoffpreise noch nicht abfragen.Mit nüLinks reagiert Garmin auf den Vorstoß von TomTom, das seit längerem einen Service namens „Live“ für einige Top-Navis anbietet – mit ähnlichem Umfang, aber unterschiedlichem Preis. Bei TomTom ist der Live-Service drei Monate kostenlos, bevor zur weiteren Nutzung ein Abo für monatlich 10 Euro abgeschlossen werden muss. Allerdings bietet TomTom auch einen ausgereiften Staumeldeservice namens HD-Traffic im Rahmen seiner Live-Funktion an. Ob sich die Verkehrsinformationen von nüLink mit ihm vergleichen oder gar messen lassen können, wird sich bald zeigen.
Dass allerdings der Internetzugang via SIM-Karte zu einem prominent beworbenen neuen Features der Top-Navis zählen wird, belegt die Tatsache, dass auch Navigon zur IFA ein Modell mit dieser Funktion vorstellen wird. Warum allerdings diese Funktion auf einzelne Dienste eingeschränkt wird, ist etwas unverständlich – steht doch zum Beispiel jedem Besitzer eines internetfähigen Handys das www vollkommen offen. Bestimmt werden sich nicht wenige User fragen, weshalb dies nicht auch mit einem Navi möglich sein soll – ein aufgespielter Browser würde ja genügen. Der Grund dürfte ganz einfach darin liegen, dass in dem Fall eine monatliche Flatrate, die deutlich höher als 10 Euro liegen dürfte, fällig würde.









