Lange Zeit wurde ein Geheimnis darum gemacht, welcher Hersteller nun eigentlich hinter dem TabCo Grid4 steht – einem Smartphone mit einem komplett neuartigen Betriebssystem. Nun ist es raus: Das Mobiltelefon wird von Fusion Garage produziert, jenem Unternehmen, das bereits mit dem Tablet-PC JooJoo für einen Hype gesorgt hatte, diesen aber nicht hatte befriedigen können. Mit dem Tablet Grid10 und dem Smartphone Grid4 soll das aber anders werden – dank neuartigem Betriebssystem.
Die Hardware steht dabei entsprechend nicht im Mittelpunkt, entsprechend mager sind derzeit noch die verfügbaren Informationen. Bekannt ist nur, dass das Handy mit einer Bilddiagonale von 4 Zoll und einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln aufwarten kann. Der interne Speicherplatz liegt bei 16 Gigabyte und der Akku besitzt die doch recht magere Kapazität von 1.300 mAh – zumindest angesichts eines solch großen und entsprechend Strom fressenden Displays. Bemerkenswert ist darüber hinaus die schlanke Bauweise, denn das sehr eckig wirkende Handy misst nur 9,6 Millimeter in der Tiefe.
Doch das Herzstück des Gerätes ist das neue Betriebssystem Grid OS. Wobei: Ganz so neu ist es dann doch nicht, denn letzten Endes basiert es auf Android und überzieht das Google-System nur mit einer sehr weit in die Tiefe reichenden Oberflächenmodifikation. Die indes wirkt auf den ersten Blick sehr gelungen. So berichtet unter anderem das Online-Magazin „teltarif.de“, alles sei flüssig animiert und werde ausschließlich über Gesten bedient – Tasten wie beim eigentlichen Android gebe es keine. Und in der Tat zeigen die Fotos des Handys keinerlei markanten Bedienelemente, was dem Ganzen etwas Frisches und sehr Modernes gibt.
Herzstück des Betriebssystems ist laut Fusion Garage ein Deckstop mit Raster zum Anordnen von Icons und Ordnern, jeder Fingertipp öffne Sub-Kontext-Menüs, die in Form eines Rades einfach per Fingerwisch bedient werden könnten. So hat Grid OS die Notwendigkeit für Menüs am unteren Bildschirmrand eliminiert, die Bedienung soll möglichst interaktiv wirken. Was man an einer Stelle jeweils machen könne, zeige das besagte, jeweils angepasste „Finger Wheel“. Es dürfte also sehr interessant abzuwarten sein, was erste Tests über das neuartige Bedienkonzept zu sagen haben. Bis dahin könnte es aber noch etwas dauern: Das Grid4 ist erst für das vierte Quartal 2011 angekündigt.
16.08.2011






