Lange wurde die Werbetrommel gerührt: Wer indes hinter dem ominösen Projekt des betonten Kanten Tablet-PCs TabCo Grid10 stand, war nicht bekannt. Nun ist das Geheimnis gelüftet worden. Hersteller des Gerätes ist Fusion Garage, jenes Unternehmen, das bereits mit dem JooJoo-Tablet einen Hype erzeugt hatte, der am Ende nicht gerechtfertigt war. Doch diesmal soll alles anders werden. Laut CEO Chandra Rathakrishnan wolle man mit dem Gerät die Eintönigkeit auf dem Markt durchbrechen.
Denn nach Ansicht von Fusion Garage seien alle Android-Tablets in Sachen Hard- und Software einander so ähnlich, dass es nötig sei, den Markt einmal ordentlich aufzumischen. Und damit hat das Unternehmen, was das niedrige Preissegment anbelangt, sicher nicht Unrecht. Doch bei der Ausstattungsliste zeigt sich das TabCo Grid10 nicht wesentlich besser gestellt: Da finden sich eine 10-Zoll-Bilddiagonale, ein Standard-Prozessor Nvidia Tegra 2 mit 1 GHz Taktrate und ein interner Speicher von 16 Gigabyte. Auch der Verkauf in zwei Versionen – mit und ohne UMTS – ist nicht sonderlich innovativ. Einzig die hohe Bildauflösung von 1.366 x 768 Pixeln mag als ein kleiner Lichtblick durchgehen.
Nein, von der Hardware her ist das Fusion Garage Grid10 genauso „langweilig“ wie die vom Hersteller gescholtenen anderen Android-Tablets. Doch das Glanzstück des Gerätes soll auch vielmehr das Betriebssystem sein, das als Grid OS bezeichnet wird. Und dies kann tatsächlich zumindest das Interesse wecken: Wie das Online-Magazin „teltarif.de“ berichtet, basiere es auf Android und stelle im Grunde eher eine komplett überarbeitete Oberfläche dar. Zentrales Merkmal sei der Desktop, der in ein großes Raster aufgeteilt sei, auf dem Icons und Ordner angelegt werden könnten. Alles sei flüssig animiert und werde über Gesten bedient – Tasten wie beim eigentlichen Android gebe es keine.
Weitere interessante Information: Grid OS soll Apps sowohl aus dem offiziellen Android Market als auch aus anderen Stores und dem eigenen Grid Store akzeptieren. Damit böte das System eine sehr große Anwendungsvielfalt, die bei anderen, ähnlich ausgestatteten Android-Tablets oftmals fehlt. Billig wird das Gerät aber nicht: Mit 499 US-Dollar für die Variante ohne UMTS und 599 US-Dollar für jene mit 3G-Unterstützung ist das Tablet angesichts der Ausstattung dann eigentlich wieder überteuert.
16.08.2011























